Selbstausschluss im Casino: So schützt und sperrst du sich selbst
Glücksspiel sollte immer nur der Unterhaltung dienen. Wenn das eigene Spielverhalten jedoch ausser Kontrolle zu geraten droht kann ein Selbstausschluss eine wichtige Schutzmassnahme sein. Auf dieser Seite erfährst du, wie der Selbstausschluss in Casinos funktioniert, was eine Spielsperre bedeutet, welche Unterschiede es zwischen den Anbietern gibt und was nach einer Sperre passiert.
Schritt-für-Schritt: So sperrst du dich selbst im Krypto Casino
Ein Selbstausschluss ist freiwillig, unkompliziert und jederzeit möglich. Er kann direkt beim Crypto Casino beantragt werden.
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Schritt 1: Selbstausschluss beantragen
Der Antrag kann direkt im Benutzerkonto oder über den Kundensupport des Casinos erfolgen. Der Selbstausschluss kann jederzeit beantragt werden, auch ohne Begründung.
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Schritt 2: Identitätsprüfung
Zur Verhinderung von Missbrauch wird die Identität überprüft. Dazu können die folgenden Angaben erforderlich sein:
- Name und Geburtsdatum
- Kopie eines amtlichen Ausweises
- Kundennummer oder Benutzername
Diese Prüfung dient dem Schutz der spielenden Person.
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Schritt 3: Aktivierung der Spielsperre
Nach erfolgreicher Prüfung wird die Selbstsperre aktiviert. Ab diesem Zeitpunkt ist die Teilnahme an Glücksspielen nicht mehr möglich.
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Schritt 4: Dauer der Sperre festlegen
Es gibt:
- unbefristete Spielsperren
- befristete Spielsperren (Mindestdauer beachten)
Eine Aufhebung ist frühestens nach Ablauf der Mindestdauer möglich und nur nach sorgfältiger Prüfung.
Was ist ein Selbstausschluss im Online Casino?
Ein Selbstausschluss (auch Selbstsperre genannt) ist eine freiwillige Schutzmassnahme, mit der sich ein Spieler selbst vom Glücksspiel ausschliesst. Ziel ist es, problematisches Spielverhalten zu unterbrechen und finanzielle sowie persönliche Schäden zu verhindern. Der Selbstausschluss ist vertraulich und diskret. Ausserdem ist er kein Verbot, sondern ein Instrument zur Selbstkontrolle und Prävention.
Warum sind Selbstsperren wichtig?
Selbstsperren sind ein wichtiger Bestandteil des Spielerschutzes, da sie eine klare Pause vom Glücksspiel ermöglichen. Gerade beim rund um die Uhr verfügbaren Krypto Casinos können impulsive Entscheidungen, zum Beispiel nach Verlusten, schnell zu weiteren Einsätzen führen. Eine Sperre schafft in solchen Situationen Abstand und verhindert, dass kurzfristige Emotionen sofort in neues Spielverhalten umgesetzt werden. Der gewonnene Abstand hilft dabei, das eigene Verhalten zu reflektieren und wieder die Kontrolle über Zeit, Geld und Spielgewohnheiten zu erlangen.
Gibt es eine OASIS-Sperre in der Schweiz?
Nein. Das OASIS-Sperrsystem existiert ausschliesslich in Deutschland und gilt dort für staatlich regulierte Glücksspielanbieter.
Wie ist die Situation in der Schweiz?
In der Schweiz gilt eine landesweit einheitliche, gesetzlich vorgeschriebene Spielsperre, die von allen konzessionierten Casinos umgesetzt wird. Die Aufsicht übernimmt die Eidgenössische Spielbankenkommission. Die Schweizer Spielsperre zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- casinübergreifend
- online und offline gültig
- gesetzlich verankert
- streng kontrolliert
Selbstsperre bei Offshore- und Krypto-Casinos
Bei ausländischen Online Casinos ohne Schweizer Konzession, häufig als Offshore- oder Krypto-Casinos bezeichnet, gilt die Schweizer Spielsperre nicht automatisch. Diese Anbieter unterstehen nicht dem Schweizer Geldspielgesetz und sind daher nicht an die gesetzlichen Vorgaben zum Spielerschutz oder an die Sicherheitsaspekte der Casinos gebunden. Es existiert keine zentrale, casinoübergreifende Sperrdatei, weshalb ein Selbstausschluss in der Regel nur für das jeweilige Casino gilt.
Die Umsetzung von Selbstsperren kann bei solchen Anbietern stark variieren. In vielen Fällen fehlen verbindliche Kontrollmechanismen, und es besteht kein Schweizer Rechtsanspruch auf Spielerschutz oder Durchsetzung einer Sperre. Zwar bieten einige Offshore- und Krypto-Casinos freiwillige Selbstausschlussfunktionen an, diese sind aber nicht gesetzlich geregelt, meist nicht anbieterübergreifend wirksam und teilweise zeitlich begrenzt.
Hier kann man dann das Problem beobachten, das auch als «Whack-a-Mole» bekannt ist. Im Falle einer Selbstsperre bei einem Krypto-Casino ist diese in der Regel lediglich für den betreffenden Anbieter gültig. Das Risiko besteht darin, dass du dich bei Casino A sperrst, dich aber fünf Minuten später bei Casino B neu anmelden kannst.
Wenn staatliche Sicherheit fehlt, musst du selber aktiv werden
Einige Spieler benutzen die Software Gamban oder BetBlocker, die das Blockieren von Internetseiten ermöglicht. Diese Programme sperren den Zugriff auf Tausende von Glücksspielseiten. Und zwar direkt auf deinem Handy oder PC. Die Art der Lizenzierung ist in diesem Kontext irrelevant.
Was passiert nach der Sperre?
Nach Aktivierung der Spielsperre treten mehrere Schutzmechanismen in Kraft.
Nach Aktivierung der Spielsperre ist der Zugang zum Online Casino nicht mehr möglich. Dein Login in das Benutzerkonto wird gesperrt und eine Teilnahme an Glücksspielen ist ausgeschlossen. Ebenso sind Neueinzahlungen während der Dauer der Sperre nicht mehr erlaubt.
Vorhandenes Guthaben bleibt trotz der Spielsperre erhalten. Auszahlungen sind gemäss den jeweiligen Casino-Richtlinien weiterhin möglich, sodass keine finanziellen Nachteile durch den Selbstausschluss entstehen. Ziel ist es, weitere Verluste durch fortgesetztes Spielen zu verhindern und finanzielle Schäden zu begrenzen.
Mit der Aktivierung der Sperre endet zudem der Erhalt von Marketing- und Werbemassnahmen. Gesperrte Personen erhalten keine personalisierten Werbeangebote, keine Bonusaktionen und keine aktiven Spielanreize mehr.
Die Spielsperre erfolgt vertraulich und unterliegt den geltenden Datenschutzbestimmungen. Es werden keine Informationen an Dritte weitergegeben. Die Sperre dient nur dem Schutz der betroffenen Person.
FAQs: Häufig gestellte Fragen zur Casino Sperre
Eine Selbstsperre ist eine Schutzmassnahme, mit der Spieler ihren Zugang zu einem Online- bzw. Krypto Casino freiwillig blockieren können. Während der Sperre ist kein Login, keine Einzahlung und kein Spielen möglich. Sie dient dazu, bewusst Abstand vom Glücksspiel zu schaffen.
Die Dauer kann je nach Anbieter variieren. Häufig gibt es Optionen von einigen Tagen oder Wochen bis hin zu mehreren Monaten oder einer unbefristeten Sperre. In regulierten Märkten wie der Schweiz wird eine Aufhebung meist erst nach einer Prüfung und einer Mindestfrist möglich.
Ja, aber nicht sofort. In der Regel muss eine bestimmte Mindestdauer abgewartet werden. Danach kann ein Antrag auf Aufhebung gestellt werden, der vom Casino geprüft wird. Diese Verzögerung soll verhindern, dass eine Sperre impulsiv wieder aufgehoben wird.
Eine Selbstsperre kann sinnvoll sein, wenn du merkst, dass du häufiger spielst als geplant, Verluste zurückholen möchtest oder dein Spielverhalten zunehmend Stress verursacht.
Nein. Gesperrte Personen dürfen nicht aktiv beworben werden.
Hinweis: Diese Webseite dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Gewinne im Glücksspiel sind nicht garantiert. Glücksspiel kann süchtig machen. Spiele nur, wenn es in deinem Kanton legal ist, und informiere dich über die geltenden Gesetze. Beratung: 0800 040 080 (kostenlos) | 18+
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