Spot-Bitcoin-ETFs mit 10 Tagen Abflüssen in Folge

Kalender mit zehn rot markierten Tagen, Investitionsdokument mit rotem Abwärtspfeil, fallende digitale Kursanzeige.

Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen erstmals 10 Tage Abflüsse in Folge – BTC-Preis fällt von 80.000 auf 73.000 Dollar

Das Wichtigste in Kürze

  • Spot-Bitcoin-ETFs meldeten zwischen dem 15. und 29. Mai erstmals eine Serie von 10 aufeinanderfolgenden Abflusstagen.
  • In diesem Zeitraum wurden insgesamt 2,96 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-ETFs abgezogen.
  • BlackRocks IBIT verzeichnete mit 2,11 Milliarden US-Dollar die höchsten Abflüsse, gefolgt von Fidelitys FBTC.
  • Parallel fiel der Bitcoin-Kurs von 80.000 auf rund 73.000 US-Dollar.
  • Auch Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten eine dreiwöchige Abflussserie, begleitet von einem Preisrückgang bei ETH.

Zehn Tage Abflüsse bei Spot-Bitcoin-ETFs

Zwischen dem 15. und 29. Mai kam es bei Spot-Bitcoin-ETFs erstmals seit ihrer Einführung zu zehn aufeinanderfolgenden Handelstagen mit Nettoabflüssen. In diesem Zeitraum summierten sich die Mittelabzüge laut den genannten Daten auf insgesamt 2,96 Milliarden US-Dollar.

Die Zahlen zeigen, dass es sich nicht um einzelne isolierte Rückgänge handelte, sondern um eine durchgehende Serie. Mehrere Vermögensverwalter verzeichneten in diesem Zeitraum keine Zu- oder Abflüsse, während andere deutliche Mittelabzüge meldeten.

Für Marktteilnehmer sind solche Serien relevant, weil ETF-Zuflüsse und -Abflüsse als Indikator für die Nachfrage institutioneller und privater Anleger nach Bitcoin gelten. Eine mehrtägige Abfolge von Abflüssen signalisiert eine Phase reduzierter Nachfrage über börsengehandelte Produkte.

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BlackRocks IBIT führt die Abflüsse an

Den größten Anteil an den Abflüssen verzeichnete der iShares Bitcoin Trust von BlackRock mit 2,11 Milliarden US-Dollar innerhalb der zehn Tage. An zweiter Stelle folgte Fidelitys FBTC. Damit entfiel ein erheblicher Teil der Gesamtabflüsse auf diese beiden Produkte.

Ein relativ neues Produkt am Markt, Morgan Stanleys MSTB, verzeichnete im selben Zeitraum Abflüsse in Höhe von 5,4 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zu den Milliardenbeträgen bei IBIT und FBTC fällt dieser Wert deutlich geringer aus.

Im Markt wurde betont, dass ETF-Anbieter selbst keine aktiven Kauf- oder Verkaufsentscheidungen für Bitcoin treffen. Stattdessen spiegeln die Mittelbewegungen die Entscheidungen der Anleger wider, die Anteile zeichnen oder zurückgeben. Laut einer zitierten Einschätzung stimmten Zuflüsse und Abflüsse in den ersten zwei Jahren häufig mit lokalen Hoch- oder Tiefpunkten des Bitcoin-Kurses überein.

Bitcoin-Kurs fällt parallel zu ETF-Abflüssen

Die Abflussserie fiel in eine Phase deutlicher Kursbewegungen. Zu Beginn des Zeitraums notierte Bitcoin bei rund 80.000 US-Dollar. Im weiteren Verlauf sank der Kurs auf 73.000 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag der Preis bei 73.807,36 US-Dollar.

Der zeitliche Zusammenhang zwischen ETF-Abflüssen und Kursrückgang wird in den vorliegenden Daten klar benannt. Demnach gingen die Abflüsse mit dem Rückgang von 80.000 auf 73.000 US-Dollar einher. Für Marktbeobachter sind solche parallelen Entwicklungen relevant, da ETF-Ströme häufig als Stimmungsindikator für den breiteren Markt herangezogen werden.

Auch Spot-Ethereum-ETFs mit anhaltenden Abflüssen

Nicht nur Bitcoin-ETFs waren betroffen. Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten eine dreiwöchige Serie von Nettoabflüssen. Diese Entwicklung lief parallel zu einem Rückgang des Ethereum-Kurses.

ETH fiel im genannten Zeitraum von 2.300 US-Dollar auf 2.019,07 US-Dollar. Damit zeigte sich ein ähnliches Muster wie bei Bitcoin: Anhaltende Abflüsse aus börsengehandelten Produkten gingen mit sinkenden Kursen einher.

Die gleichzeitigen Entwicklungen bei beiden großen Kryptowährungen deuten darauf hin, dass die Mittelbewegungen nicht auf ein einzelnes Produkt beschränkt waren, sondern mehrere Krypto-ETFs betrafen.

Steigende Funding-Rate bei Bitcoin-Futures

Parallel zu den ETF-Abflüssen stieg die OI-gewichtete Funding-Rate für Bitcoin an und blieb deutlich positiv. Eine positive Funding-Rate bedeutet, dass überwiegend Long-Positionen gehalten werden und entsprechende Gebühren an Short-Positionen gezahlt werden.

Die Daten zeigen damit eine Situation, in der viele Marktteilnehmer trotz fallender Kurse auf steigende Preise setzten. Ein solches Ungleichgewicht zwischen Positionierung im Derivatemarkt und rückläufiger Spot-Nachfrage wurde als potenziell riskant beschrieben.

In einem vergleichbaren Szenario wurde berichtet, dass steigende Funding-Raten, ETF-Abflüsse und sinkende Spot-Nachfrage gleichzeitig auftraten. In solchen Konstellationen erhöht sich laut der vorliegenden Darstellung das Risiko eines sogenannten Long Squeeze, bei dem stark gehebelte Long-Positionen unter Druck geraten.

Unsere Einschätzung

Die Daten zeigen erstmals eine zehntägige Serie von Nettoabflüssen bei Spot-Bitcoin-ETFs mit einem Gesamtvolumen von 2,96 Milliarden US-Dollar. Besonders betroffen war BlackRocks IBIT, gefolgt von Fidelitys FBTC. Parallel dazu fiel der Bitcoin-Kurs von 80.000 auf rund 73.000 US-Dollar. Gleichzeitig stieg die OI-gewichtete Funding-Rate im Futures-Markt deutlich an. Auch Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten über drei Wochen Abflüsse, begleitet von einem Rückgang des ETH-Kurses von 2.300 auf 2.019,07 US-Dollar. Die Entwicklungen betreffen damit sowohl ETF-Ströme als auch Kurs- und Derivatemärkte zeitgleich.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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