Merkur Group übernimmt White Hat Studios in den USA
Merkur Group übernimmt White Hat Studios – Ausbau der Präsenz im regulierten US-iGaming-Markt
Das Wichtigste in Kürze
– Die Merkur Group hat eine Vereinbarung zur Übernahme von White Hat Studios unterzeichnet.
– Die Transaktion betrifft ausschließlich das Spieleentwicklungs-Geschäft von White Hat Studios.
– Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen.
– White Hat Studios ist in allen sieben US-Bundesstaaten aktiv, die Online-Slots regulieren.
– Die Übernahme folgt auf den kürzlichen Erwerb des US-Anbieters Gaming Arts durch Merkur.
Übernahme umfasst ausschließlich das Entwicklungsstudio
Die Merkur Group hat eine Vereinbarung zur Übernahme von White Hat Studios getroffen, einem auf den US-Markt ausgerichteten Anbieter von Online-Slots. Der Abschluss der Transaktion ist an regulatorische Genehmigungen gebunden.
Nach Angaben der beteiligten Unternehmen umfasst der Deal ausschließlich das Spieleentwicklungs-Geschäft von White Hat Studios. Nicht Teil der Vereinbarung sind die Plattform von White Hat Gaming sowie die White-Label-Aktivitäten. Diese verbleiben unter der bestehenden Eigentümerstruktur.
Damit konzentriert sich die Übernahme klar auf die Inhalte und das Produktportfolio von White Hat Studios. Für Betreiber und Marktteilnehmer bedeutet das, dass sich an der Struktur der White-Label- und Plattformdienste von White Hat Gaming nichts ändert.
White Hat Studios seit 2021 im regulierten US-Markt aktiv
White Hat Studios wurde 2021 gegründet und ist auf regulierte iGaming-Märkte in den USA spezialisiert. Das Unternehmen gibt an, als erster Anbieter Online-Slots in allen sieben Bundesstaaten eingeführt zu haben, die dieses Segment regulieren.
Das Portfolio umfasst nach Unternehmensangaben mehr als 150 Titel. Dazu zählen klassische Slots, Jackpot-Slots sowie RNG-Tischspiele. Zusätzlich vertreibt das Studio lizenzierte Markentitel. Zu den bekannten Reihen gehören unter anderem die House of Brands-Kollektion, die 7s Fire Blitz-Serie sowie das progressive Jackpot-Netzwerk Jackpot Royale.
Durch die Fokussierung auf regulierte Märkte positioniert sich White Hat Studios in einem klar abgegrenzten regulatorischen Umfeld. Für Betreiber in diesen Bundesstaaten stellt das Studio damit einen Content-Lieferanten dar, der bereits in allen entsprechenden Jurisdiktionen aktiv ist.
Merkur stärkt Omni-Channel-Strategie in den USA
Die Übernahme von White Hat Studios ist Teil einer breiteren Expansionsstrategie der Merkur Group im US-Markt. Erst kürzlich hatte das Unternehmen Gaming Arts übernommen, einen Spiele- und Automatenlieferanten mit Lizenz in Nevada.
Nach Darstellung von Merkur ergänzen sich beide Transaktionen. Während White Hat Studios als Online-first-Anbieter agiert, bringt Gaming Arts eine stärkere Verankerung im landbasierten Bereich mit. Zusammen entsteht damit ein kombiniertes Portfolio aus digitalen Inhalten und Angeboten mit Omni-Channel-Ausrichtung.
Lars Felderhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung der Merkur Group, erklärte, White Hat Studios habe seit seiner Gründung ein starkes Wachstum erzielt. Gemeinsam wolle man die Expansion im regulierten US-iGaming weiter vorantreiben.
Auch aus Sicht von White Hat Studios wird die Transaktion als strategischer Schritt eingeordnet. Präsident Andy Whitworth verwies auf die Möglichkeit, gemeinsam mit der Merkur Group Produktinnovation und eine Omni-Channel-Ausrichtung weiterzuentwickeln.
Einordnung innerhalb der bisherigen Internationalisierung
Michael Gauselmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Merkur Group, verwies im Zusammenhang mit der Übernahme auf frühere Schritte des Unternehmens im Online-Segment in Europa, unter anderem auf die Akquisition von Blueprint im Jahr 2012.
Mit dem nun vereinbarten Kauf von White Hat Studios verlagert sich der Schwerpunkt stärker auf die regulierten US-Märkte. Für Betreiber in diesen Märkten bedeutet dies, dass ein etablierter deutscher Gaming-Konzern sein Engagement im US-iGaming-Sektor ausbaut und sein Content-Angebot erweitert.
Beraten wurde White Hat Studios bei der Transaktion von Oakvale Capital. Die rechtliche Beratung übernahm CMS. Auf Seiten von Merkur war die Kanzlei Wiggin beratend tätig.
Regulatorische Genehmigungen als Voraussetzung für Abschluss
Wie bei Transaktionen im regulierten Glücksspielsektor üblich, steht auch diese Übernahme unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Konkrete Angaben zu einem Zeitplan für den Abschluss wurden nicht gemacht.
Solange diese Genehmigungen nicht vorliegen, bleibt die Transaktion formell offen. Erst mit dem Abschluss gehen die Vermögenswerte des Entwicklungsstudios an die Merkur Group über.
Für Marktteilnehmer ist damit vor allem relevant, dass sich kurzfristig keine Änderungen an der Eigentümerstruktur der White Hat Gaming-Plattform oder der White-Label-Aktivitäten ergeben. Die operative Struktur in diesen Bereichen bleibt unverändert.
Unsere Einschätzung
Mit der geplanten Übernahme von White Hat Studios erweitert die Merkur Group ihr Portfolio im regulierten US-iGaming-Markt um einen Anbieter mit mehr als 150 Online-Titeln und Präsenz in allen sieben regulierten Online-Slot-Bundesstaaten. In Kombination mit dem kürzlichen Erwerb von Gaming Arts entsteht ein Content-Angebot, das sowohl Online-first- als auch landbasierte Komponenten abdeckt. Der Abschluss der Transaktion hängt von regulatorischen Genehmigungen ab, während Plattform- und White-Label-Geschäft von White Hat Gaming nicht Teil des Deals sind und unter bestehender Eigentümerstruktur fortgeführt werden.
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