Gaming1 fordert modernisierte Glücksspielregeln in Europa
Gaming1 fordert modernisierte Regulierung – Anpassung an Digitalisierung und härteres Vorgehen gegen illegale Anbieter
Das Wichtigste in Kürze
- Gaming1 sieht wachsenden regulatorischen Druck in mehreren europäischen Märkten.
- Das Unternehmen fordert klare, aktualisierte Regeln, die mit der digitalen Entwicklung Schritt halten.
- Besonders in Belgien kritisiert Gaming1 unklare und veraltete Vorgaben sowie ein striktes Werbeverbot.
- Illegale Anbieter und unregulierte Plattformen stehen im Fokus der Forderung nach konsequenteren Maßnahmen.
- Der Spielerschutz und die sogenannte Duty of Care gelten als zentrale regulatorische Themen in mehreren Ländern.
Gaming1 sieht Regulierung unter Anpassungsdruck
Gaming1 beobachtet nach eigenen Angaben in zahlreichen Jurisdiktionen eine zunehmende Verschärfung regulatorischer Maßnahmen. Behörden verhängen demnach verstärkt Bußgelder gegen Unternehmen, die illegal operieren. Dies betrifft nicht nur Betreiber, sondern auch Anbieter von Dienstleistungen im Glücksspielbereich.
Florence Jehaes, Regulatory Manager bei Gaming1, betont, dass sich diese Entwicklung in mehreren Ländern zeigt. Die Behörden würden zunehmend gegen nicht lizenzierte Aktivitäten vorgehen. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass Regulierung mit der Entwicklung des Online Glücksspiels Schritt halten müsse. Aus Sicht des Unternehmens sind bestehende Regelwerke teilweise nicht mehr zeitgemäß.
Gaming1 ist in mehreren europäischen Märkten aktiv, darunter Belgien, Frankreich und die Schweiz. Diese Präsenz führt laut Jehaes zu einem komplexen regulatorischen Umfeld mit unterschiedlichen Anforderungen je nach Land.
Belgien im Fokus: Unklare Regeln und Werbeverbot
Besonders deutlich äußert sich Gaming1 zur Situation in Belgien. Dort erwartet das Unternehmen eine Weiterentwicklung der nationalen Glücksspielkommission. Diese solle personell gestärkt werden und entschlossener gegen illegales Glücksspiel vorgehen.
Gleichzeitig kritisiert Jehaes bestehende Regelungen als unklar, schwer anwendbar und veraltet. Nach Darstellung des Unternehmens fehlt es an Vorschriften, die die digitale Entwicklung des Marktes ausreichend berücksichtigen.
Ein konkreter Punkt ist das strikte Werbeverbot in Belgien. Laut Jehaes dürfen landbasierte Einrichtungen nicht mehr werben. Dies habe zur Folge, dass viele Spielstätten leer stehen, da potenzielle Kunden nicht über deren Existenz informiert werden. Gaming1 fordert daher eine Modernisierung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für stationäre Angebote.
Zudem ist es in Belgien derzeit untersagt, Online und Offline Angebote miteinander zu verknüpfen. Aus Sicht des Unternehmens verhindert dies integrierte Konzepte, die auf eine digitale und physische Spielerfahrung abzielen.
Spielerschutz als zentrales regulatorisches Thema
Neben dem Vorgehen gegen illegale Anbieter hebt Gaming1 die sogenannte Duty of Care hervor. Darunter versteht das Unternehmen die Verpflichtung, Spieler zu schützen und verantwortungsbewusste Angebote bereitzustellen.
Jehaes verweist auf Entwicklungen in Spanien, den Niederlanden und der Schweiz. In den Niederlanden würden die Behörden detailliertere Vorgaben zur Umsetzung der Schutzpflichten machen. In der Schweiz existieren laut Gaming1 spezifische Vorgaben, die von der zuständigen Behörde genehmigt werden und definieren, wie Anbieter ihre Schutzmaßnahmen umsetzen müssen.
Für Gaming1 steht die Duty of Care in einem Spannungsverhältnis zur Wettbewerbsfähigkeit. Legale Anbieter müssten hohe Anforderungen erfüllen, während illegale Plattformen diese Vorgaben umgehen. Das Unternehmen sieht darin ein strukturelles Ungleichgewicht.
Forderung nach konsequenterem Vorgehen gegen illegale Angebote
Ein wiederkehrendes Thema in den Aussagen von Gaming1 ist der Kampf gegen den unregulierten Markt. Das Unternehmen spricht sich für konkrete Maßnahmen aus, um illegale Glücksspielwebsites effektiver zu verfolgen und zu blockieren.
Jehaes argumentiert, dass ein Ansatzpunkt insbesondere Zahlungsströme seien. Wenn Finanztransaktionen unterbunden würden, könne dies die wirtschaftliche Grundlage illegaler Angebote schwächen. Gaming1 hofft auf kurzfristige Fortschritte bei der Umsetzung entsprechender Maßnahmen.
Nach Darstellung des Unternehmens ist ein konsequentes Vorgehen gegen nicht lizenzierte Anbieter auch Voraussetzung für faire Wettbewerbsbedingungen. Nur wenn illegale Angebote wirksam eingeschränkt würden, könnten regulierte Betreiber ihre gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen und zugleich wirtschaftlich bestehen.
Regulatorische Balance zwischen Marktöffnung und Kontrolle
Die Aussagen von Gaming1 verdeutlichen die aktuelle Dynamik im europäischen Glücksspielsektor. Behörden reagieren in mehreren Ländern auf öffentliche Debatten über die Verbreitung von Online Glücksspiel und verschärfen Aufsicht und Sanktionen.
Gleichzeitig stehen Anbieter vor der Herausforderung, unterschiedliche nationale Vorgaben zu erfüllen. Laut Gaming1 besteht die Notwendigkeit, Regelwerke regelmäßig anzupassen, um technologische Entwicklungen abzubilden und Rechtsklarheit zu schaffen.
Insbesondere in Belgien sieht das Unternehmen Reformbedarf bei Werbevorschriften, der Ausgestaltung stationärer Angebote und der Integration digitaler Lösungen. Parallel dazu fordert Gaming1 eine stärkere Durchsetzung bestehender Regeln gegenüber illegalen Marktteilnehmern.
Unsere Einschätzung
Gaming1 macht deutlich, dass sich der regulatorische Rahmen in mehreren europäischen Märkten im Wandel befindet. Im Mittelpunkt stehen verschärfte Maßnahmen gegen illegale Anbieter, die Weiterentwicklung von Spielerschutzpflichten und die Frage, ob bestehende Gesetze die digitale Entwicklung ausreichend berücksichtigen. Für international tätige Anbieter bedeutet dies weiterhin komplexe Anforderungen und länderspezifische Unterschiede bei Werbung, Online Angeboten und der Verknüpfung mit landbasierten Strukturen.
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