Bitcoin fällt unter 70.000 Dollar nach Gewinnmitnahmen
Bitcoin fällt unter 70.000 Dollar – kurzfristige Gewinnmitnahmen erhöhen den Verkaufsdruck
Das Wichtigste in Kürze
- Bitcoin stieg am 4. März auf 74.050 US-Dollar, fiel jedoch binnen 24 Stunden wieder unter die Marke von 70.000 US-Dollar.
- Der Bull Score Index lag laut AMBCrypto nahe 10 und signalisiert schwache Marktstimmung.
- Der Coinbase Premium Index drehte zuletzt erneut ins negative Terrain.
- Kurzfristige Halter transferierten 27.500 BTC mit Gewinn an Börsen, was zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugte.
- Langfristige Halter bleiben trotz eines Kursrückgangs von 46 Prozent seit Oktober im Durchschnitt im Gewinn.
Kursrückgang unter 70.000 Dollar nach Rallye bis 74.050 Dollar
Bitcoin erreichte am Mittwoch, dem 4. März, ein Zwischenhoch bei 74.050 US-Dollar. In den darauffolgenden 24 Handelsstunden fiel der Kurs jedoch wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 70.000 US-Dollar. Damit verlor die Kryptowährung eine zentrale Unterstützungszone, die zuvor als Stabilisierungspunkt galt.
Der jüngste Rückgang folgt auf eine Phase erhöhter Volatilität. Im Februar war Bitcoin zeitweise bis auf 60.000 US-Dollar gefallen. Laut AMBCrypto hat sich der aggressive Verkaufsdruck, der zu diesem Rückgang führte, zuletzt etwas abgeschwächt. Von einer breiteren Markterholung könne jedoch noch nicht gesprochen werden.
Stimmungsindikatoren zeigen geringe Überzeugung im Markt
Mehrere Kennzahlen deuten auf eine zurückhaltende Marktstimmung hin. Der sogenannte Bull Score Index lag nahe 10. Dieser Wert signalisiert laut AMBCrypto ein schwaches Sentiment und geringe Risikobereitschaft unter Marktteilnehmern.
Auch der Coinbase Premium Index, der in den vergangenen Tagen ins positive Terrain gestiegen war, fiel erneut in den negativen Bereich. Ein negativer Wert zeigt, dass Bitcoin auf Coinbase im Vergleich zu anderen Handelsplätzen mit Abschlag gehandelt wird. Zusammengenommen deuten diese Indikatoren auf eine begrenzte Überzeugung hinter der vorangegangenen Kursrallye hin.
AMBCrypto weist darauf hin, dass diese Konstellation eine Ausweitung der aktuellen Korrektur begünstigen könnte. Konkrete Kursziele werden dabei nicht genannt, jedoch wird auf anhaltend hohe Schwankungen in den kommenden Wochen verwiesen.
Langfristige Halter bleiben im Gewinn
Der Analyst Axel Adler Jr verwies in einem Beitrag auf X darauf, dass der Verkaufsdruck von langfristigen Haltern wieder zunehmen könnte. Als langfristige Halter gelten Marktteilnehmer, die ihre Bitcoin-Bestände seit mindestens 155 Tagen nicht bewegt haben.
Trotz eines Kursrückgangs von 46 Prozent seit Oktober befinden sich diese Anleger im Durchschnitt weiterhin im Gewinn. Ihre durchschnittliche Kostenbasis liegt laut den vorliegenden Daten bei 39.800 US-Dollar. Beim vorherigen Zyklustief lagen die Marktpreise unterhalb dieser durchschnittlichen Einstiegskosten, was damals zu hohen Buchverlusten bei langfristigen Haltern führte.
Aktuell notiert Bitcoin deutlich über dieser Kostenbasis. Ein stärkerer Kursrückgang in Richtung dieses Niveaus wird im weiteren Jahresverlauf 2026 als möglich beschrieben, konkrete Zeitpunkte werden jedoch nicht genannt.
MVRV-Kennzahlen zeigen Parallelen zu früherer Marktphase
Ein weiterer Fokus liegt auf den sogenannten MVRV-Ratios, die das Verhältnis zwischen Marktwert und realisiertem Wert abbilden. Das 30-Tage-MVRV erreichte zuletzt lokale Hochs. Kurzfristige Halter mit einer Haltedauer von 30 Tagen lagen damit im Durchschnitt rund 8 Prozent im Gewinn.
Die 90-Tage- und 180-Tage-MVRV-Ratios zeigen laut den Daten Ähnlichkeiten zur Entwicklung im Dezember und Januar. Damals sprang das 30-Tage-MVRV wiederholt in einen moderaten Gewinnbereich. Mitte Januar führte eine Rallye dazu, dass auch 90-Tage-Halter im Durchschnitt Gewinne verzeichneten. Anschließend setzte eine stärkere Korrektur ein, in deren Verlauf Bitcoin auf 60.000 US-Dollar fiel.
Für die kommenden Wochen wird mit anhaltend hoher Volatilität gerechnet. In diesem Zusammenhang werden mögliche Kursbewegungen in Richtung 83.000 oder 89.000 US-Dollar genannt, die mit der Liquidation von Short-Positionen einhergehen könnten. Als Beobachtungsgröße wird insbesondere das 90-Tage-MVRV hervorgehoben.
Kurzfristige Halter realisieren Gewinne in großem Umfang
Der Analyst Darkfost weist darauf hin, dass kurzfristige Halter, definiert als Investoren mit einer Haltedauer von 155 Tagen oder weniger, 27.500 BTC mit Gewinn an Kryptobörsen transferiert haben. Dieses Volumen zählt zu den höchsten der vergangenen Wochen.
Solche Transfers an Börsen gelten als potenzielles Signal für Verkaufsabsichten, da Coins für eine mögliche Veräußerung bereitgestellt werden. Laut den vorliegenden Daten dürfte dieser Verkaufsdruck maßgeblich zum erneuten Fall unter 70.000 US-Dollar beigetragen haben.
Der realisierte Preis kurzfristiger Halter liegt bei rund 68.000 US-Dollar. Dieses Niveau wird als potenzielle Zone genannt, an der es zu einer positiven Marktreaktion kommen könnte. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass anhaltende Unsicherheit die Kurse auch unter 68.000 US-Dollar drücken könnte.
Unsere Einschätzung
Die aktuellen Daten zeigen, dass sowohl kurzfristige als auch langfristige Halter zum Verkaufsdruck beitragen, während zentrale Stimmungsindikatoren auf eine geringe Marktüberzeugung hindeuten. Trotz zwischenzeitlicher Kursanstiege bleibt Bitcoin unterhalb wichtiger Widerstandsmarken und hat die Unterstützung bei 70.000 US-Dollar vorerst verloren. Mehrere On-Chain-Kennzahlen wie MVRV und realisierte Preise liefern Anhaltspunkte für mögliche Unterstützungs- und Widerstandszonen, bestätigen jedoch vor allem ein Umfeld erhöhter Volatilität und kurzfristiger Gewinnmitnahmen.
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