Stablecoin-Zahlungen per Krypto-Karte steigen auf 750 Mio. Dollar

Hand hält Krypto-Karte vor digitalen Iconen von Kryptowährungen und Dollarzeichen auf blauem Hintergrund.

Stablecoin-Zahlungen über Krypto-Karten erreichen 750 Millionen Dollar im Monat – Transaktionsvolumen steigt auf 4,8 Billionen Dollar

Das Wichtigste in Kürze

  • Krypto-Zahlungskarten ermöglichen monatliche Käufe von über 750 Millionen US-Dollar mit Stablecoins.
  • Das gesamte Stablecoin-Transaktionsvolumen erreichte in den vergangenen 30 Tagen 4,8 Billionen US-Dollar.
  • Circle USDC hat 2026 Tether USDT als größten Stablecoin abgelöst.
  • Der Stablecoin Supply Ratio RSI signalisiert eine stärkere Stablecoin-Liquidität im Verhältnis zur Bitcoin-Marktkapitalisierung.

Krypto-Karten treiben Stablecoins in den Alltag

Eine Analyse von a16z zeigt, dass Krypto-Zahlungskarten inzwischen monatliche Umsätze von mehr als 750 Millionen US-Dollar erreichen. Nutzer können ihre Stablecoins direkt über eine entsprechende Karte ausgeben. Das Zahlungssystem wandelt den Betrag automatisch in die jeweilige Landeswährung des Händlers um.

Damit entfällt ein zuvor üblicher Zwischenschritt. In der Vergangenheit mussten Nutzer Stablecoins zunächst an einer Börse verkaufen, anschließend Fiat-Geld abheben und auf ein Bankkonto einzahlen, bevor sie es im Alltag verwenden konnten. Mit einer Krypto-Karte erfolgt die Umrechnung im Hintergrund während des Bezahlvorgangs.

Für Händler ändert sich dabei nichts am Abwicklungsprozess. Sie erhalten reguläre Fiat-Zahlungen und müssen keine Kryptowährungen direkt akzeptieren. Die technische Integration bleibt auf Seiten des Kartenanbieters und des Zahlungsnetzwerks.

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Zugang zu Dollar-Konten ohne klassisches Bankkonto

Laut a16z benötigen Karteninhaber kein traditionelles Bankkonto. Je nach Programm hinterlegen Nutzer ihre Stablecoins beim Kartenaussteller oder verwahren sie selbst onchain in Eigenverwahrung. Die Karte greift dann auf diese Bestände zu, wenn eine Zahlung ausgelöst wird.

Dieses Modell erweitert den Zugang zu US-Dollar-Konten weltweit. Stablecoin-Inhaber können ihre digitalen Dollar-Bestände direkt für alltägliche Transaktionen einsetzen. Im Vergleich zu volatilen Kryptowährungen wie Bitcoin sind Stablecoins aufgrund ihres vergleichsweise stabilen Werts besser für tägliche Ausgaben geeignet.

Der Anstieg der monatlichen Ausgaben über Krypto-Karten deutet darauf hin, dass Stablecoins zunehmend als praktisches Zahlungsmittel genutzt werden. Sie dienen nicht mehr ausschließlich dem Handel auf Kryptobörsen, sondern finden Anwendung im stationären und digitalen Zahlungsverkehr.

Transaktionsvolumen steigt auf 4,8 Billionen Dollar

Parallel zur wachsenden Nutzung von Krypto-Karten ist auch das gesamte Transaktionsvolumen von Stablecoins deutlich gestiegen. In den vergangenen 30 Tagen wurden laut Visa Onchain Analytics Transaktionen im Umfang von 4,8 Billionen US-Dollar abgewickelt.

Diese Zahl erfasst die Gesamtheit der Stablecoin-Transfers auf der Blockchain und zeigt die zunehmende Bedeutung dieser Token im Kryptomarkt. Das hohe Volumen unterstreicht, dass Stablecoins sowohl im Handel als auch für andere Onchain-Transaktionen intensiv genutzt werden.

Im Jahr 2026 hat Circle mit seinem Stablecoin USDC zudem Tether mit USDT als größten Stablecoin überholt. Damit verschieben sich Marktanteile innerhalb des Stablecoin-Sektors. Welche Faktoren zu dieser Entwicklung geführt haben, wird im vorliegenden Material nicht weiter ausgeführt, fest steht jedoch der Führungswechsel im laufenden Jahr.

Stablecoin Supply Ratio RSI und Bitcoin-Marktbewegungen

Ein weiterer Indikator für die Marktstruktur ist der Stablecoin Supply Ratio RSI. Dieser misst das Verhältnis zwischen der Marktkapitalisierung von Bitcoin und der verfügbaren Stablecoin-Liquidität.

Der Indikator hat sich von seinen Tiefstständen im Jahr 2026 erholt, jedoch nicht die hohen Werte erreicht, die in der Vergangenheit mit Verkaufssignalen einhergingen. Zu Jahresbeginn sowie während der Rallye im Mai und Juni folgten deutliche Bitcoin-Korrekturen auf rote Verkaufssignale, die mit erhöhten SSR-RSI-Werten zusammenfielen.

Im weiteren Jahresverlauf sank der SSR RSI und erzeugte mehrere grüne Kaufsignale, als Bitcoin in eine Preisspanne von 60.000 bis 70.000 US-Dollar fiel. Dies deutet darauf hin, dass die Stablecoin-Liquidität im zweiten Halbjahr 2026 im Verhältnis zur Bitcoin-Marktkapitalisierung zugenommen hat.

Eine stärkere Stablecoin-Liquidität bedeutet, dass im Markt mehr Kapital in Form von stabilen digitalen Dollar vorhanden ist, das potenziell in andere Krypto-Assets fließen kann. Der Indikator wird genutzt, um das Zusammenspiel zwischen Liquidität und Preisentwicklung zu beobachten.

Veränderte Rolle von Stablecoins im Kryptomarkt

Die Kombination aus steigenden Kartenumsätzen, wachsendem Transaktionsvolumen und Verschiebungen bei Marktanteilen zeigt eine veränderte Nutzung von Stablecoins. Sie fungieren nicht mehr nur als Zwischenwährung für den Kryptohandel, sondern zunehmend als eigenständiges Zahlungsmittel.

Durch die automatische Umrechnung in Fiat-Währungen können Nutzer Stablecoins ausgeben, ohne dass Händler technische Anpassungen vornehmen müssen. Gleichzeitig bleibt die Abwicklung für Unternehmen im gewohnten Fiat-System.

Die Marktdaten für 2026 belegen eine hohe Aktivität im Stablecoin-Segment. Mit einem monatlichen Kartenumsatz von über 750 Millionen US-Dollar und einem 30-Tage-Transaktionsvolumen von 4,8 Billionen US-Dollar erreichen Stablecoins eine Größenordnung, die sie als zentralen Bestandteil der Krypto-Infrastruktur positioniert.

Unsere Einschätzung

Die vorliegenden Daten zeigen, dass Stablecoins im Jahr 2026 verstärkt für reale Zahlungen eingesetzt werden. Krypto-Karten ermöglichen direkte Ausgaben ohne vorherige Umwandlung über Börsen. Gleichzeitig verdeutlicht das Transaktionsvolumen von 4,8 Billionen US-Dollar sowie der Führungswechsel von USDT zu USDC die Dynamik im Stablecoin-Markt. Der Stablecoin Supply Ratio RSI weist zudem auf eine im Jahresverlauf gestiegene Stablecoin-Liquidität im Verhältnis zur Bitcoin-Marktkapitalisierung hin. Diese Entwicklungen unterstreichen die wachsende operative Bedeutung von Stablecoins innerhalb des Kryptomarktes.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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