Bitwise startet Spot-HYPE-ETF an der NYSE

Börsengebäude mit Ticker, ETF-Zertifikat auf Ständer, steigendes Balkendiagramm und Münzen im Vordergrund.

Bitwise startet Spot-HYPE-ETF an der NYSE – Wettbewerb mit 21Shares und Coinbase-Deal treiben Marktbewegung

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitwise bringt am 15. Mai mit BHYP einen Spot-HYPE-ETF an die New York Stock Exchange.
  • Das Produkt bietet 100 Prozent Exposure auf HYPE und enthält eine integrierte Staking-Funktion.
  • 21Shares startete bereits am 13. Mai den ersten US-Spot-HYPE-ETF mit einer Gebühr von 0,30 Prozent.
  • Bitwise verlangt eine Gebühr von 0,34 Prozent.
  • Eine Vereinbarung zwischen Coinbase und Hyperliquid sieht vor, dass 90 Prozent der Zinserträge aus USDC an das Hyperliquid-Ökosystem zurückfließen.

Bitwise bringt zweiten Spot-HYPE-ETF in den USA an den Markt

Bitwise hat angekündigt, am 15. Mai einen Spot-HYPE-ETF mit dem Kürzel BHYP an der New York Stock Exchange zu listen. Das Produkt soll Anlegern eine vollständige, also 100-prozentige, Abbildung der Wertentwicklung des Altcoins HYPE ermöglichen. Zusätzlich ist eine integrierte Staking-Funktion vorgesehen.

Der Start erfolgt kurz nach einer Aktualisierung des entsprechenden Antrags durch Bitwise. Mit dem Börsendebüt positioniert sich der Vermögensverwalter im direkten Wettbewerb mit 21Shares, das bereits am 13. Mai den ersten Spot-HYPE-ETF in den USA aufgelegt hat.

Gebührenvergleich und erste Kapitalzuflüsse bei 21Shares

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Produkten ist die Kostenstruktur. Bitwise erhebt für BHYP eine jährliche Gebühr von 0,34 Prozent. 21Shares liegt mit 0,30 Prozent leicht darunter.

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Laut Daten von SoSo Value verzeichnete der ETF von 21Shares in den ersten beiden Handelstagen Nettozuflüsse in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar. Diese Zahl liefert einen ersten Hinweis darauf, wie institutionelle und private Anleger auf das neue Marktsegment reagieren.

Neben Bitwise und 21Shares wird auch ein ähnliches Produkt von Grayscale erwartet. Für ein weiteres geplantes Angebot von VanEck ist der Zeitplan derzeit unklar. Damit zeichnet sich ein wachsender Wettbewerb um börsengehandelte Produkte auf HYPE-Basis in den USA ab.

Hyperliquid als Grundlage der ETF-Produkte

Sowohl Bitwise als auch 21Shares beziehen sich mit ihren Produkten auf den Altcoin HYPE, der eng mit der dezentralen Handelsplattform Hyperliquid verbunden ist. Bitwise begründet seine positive Einschätzung damit, dass Hyperliquid eine zentrale Rolle im Onchain-Handel spiele.

Nach Angaben des Unternehmens nutzten Institutionen die Plattform auch in Phasen geopolitischer Spannungen, als traditionelle Märkte geschlossen waren. Diese Beobachtung dient als Begründung für die Relevanz des zugrunde liegenden Netzwerks im institutionellen Umfeld.

Für Anleger ist entscheidend, dass es sich bei den ETFs um Spot-Produkte handelt. Das bedeutet, dass sie die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Tokens direkt abbilden sollen, anstatt auf Derivate zurückzugreifen.

Coinbase wird offizieller USDC-Treasury-Partner von Hyperliquid

Parallel zu den ETF-Starts wurde eine strategische Vereinbarung zwischen Coinbase und Hyperliquid bekannt. Coinbase wird offizieller Treasury-Deployer von USDC für Hyperliquid. Zudem hat das Unternehmen Native Markets übernommen, die Firma hinter dem Stablecoin USDH.

USDH war ursprünglich vorgesehen, um USDC auf der dezentralen Börse zu ersetzen. Hintergrund war eine zirkulierende USDC-Menge von rund 5 Milliarden US-Dollar auf Hyperliquid. Diese generierte laut Angaben rund 200 Millionen US-Dollar an jährlichen Zinserträgen, die zwischen Coinbase und Circle geteilt wurden, ohne dass Hyperliquid direkt davon profitierte.

Im Rahmen der neuen Vereinbarung soll USDH eingestellt werden. USDC bleibt damit die zentrale Liquiditätsbasis auf Hyperliquid. Entscheidend ist, dass Coinbase laut den vorliegenden Angaben 90 Prozent der Zinserträge an Programme zur Wertsteigerung von HYPE zurückführen wird. Dazu zählen unter anderem Rückkäufe.

Potenzielle Rückflüsse in dreistelliger Millionenhöhe

Durch die Vereinbarung könnten nach den genannten Zahlen jährlich zwischen 160 und 180 Millionen US-Dollar in das Hyperliquid-Ökosystem zurückfließen. Diese Mittel sollen in Programme zur Unterstützung des HYPE-Tokens fließen.

Ein Marktteilnehmer bezifferte den zusätzlichen täglichen Kaufdruck auf rund 440.000 US-Dollar, zusätzlich zu etwa 1,7 Millionen US-Dollar täglichen Einnahmen aus Handelsgebühren. Diese Angaben beziehen sich auf die kombinierte Wirkung aus bestehenden Erlösen und den neuen Rückflüssen.

Im Zuge der Ankündigungen stieg der HYPE-Kurs um 23 Prozent und erreichte 47 US-Dollar. Damit markierte der Token ein neues Jahreshoch. Zudem wurde von größeren Marktteilnehmern berichtet, die Long-Positionen eingingen.

Wachsende Produktpalette erhöht institutionelle Zugänglichkeit

Mit dem Start des zweiten Spot-HYPE-ETF innerhalb weniger Tage erweitert sich die regulatorisch zugängliche Produktpalette für US-Anleger deutlich. Börsengehandelte Fonds gelten für viele institutionelle Investoren als bevorzugtes Vehikel, da sie an regulierten Handelsplätzen notiert sind und sich in bestehende Depotstrukturen integrieren lassen.

Die Kombination aus neuen ETF-Produkten und einer veränderten Ertragsverteilung im Stablecoin-Bereich schafft damit einen strukturellen Rahmen, der sowohl die Nachfrage nach HYPE als auch die Kapitalflüsse innerhalb des Hyperliquid-Ökosystems beeinflusst.

Unsere Einschätzung

Mit dem Börsenstart von BHYP etabliert sich innerhalb weniger Tage ein Wettbewerb um Spot-HYPE-ETFs in den USA. 21Shares verzeichnete erste Nettozuflüsse, während Bitwise mit einer integrierten Staking-Funktion und vollständiger Token-Abbildung antritt. Parallel dazu verändert die Vereinbarung zwischen Coinbase und Hyperliquid die Verteilung von Zinserträgen aus USDC und sieht erhebliche Rückflüsse in das HYPE-Ökosystem vor. Zusammen erhöhen diese Entwicklungen die institutionelle Zugänglichkeit und beeinflussen die Kapitalströme rund um HYPE und Hyperliquid.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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