Bitcoin konsolidiert zwischen 65.000 und 72.000 Dollar

Preisdiagramm mit hervorgehobenem Band zwischen 65.000 und 72.000 Dollar, Bank mit Abwärtspfeil, Server rig überträgt Coins.

Bitcoin hält sich zwischen 65.000 und 72.000 Dollar – ETF-Abflüsse und Hasrate-Belastung bremsen Erholung

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin bewegt sich aktuell in einer Spanne zwischen 67.000 und 68.000 Dollar, mit Unterstützung bei 65.000 bis 67.000 Dollar und Widerstand bei 70.000 bis 72.000 Dollar.
  • Der MVRV Z-Score liegt bei rund 0,41, das MVRV Ratio bei etwa 1,21 und damit deutlich unter früheren Zyklusspitzen.
  • Die Hashrate erreicht etwa 940 bis 955 EH pro Sekunde, während Miner Reserven verkaufen.
  • Bitcoin-ETFs verzeichneten am 18. Februar Nettoabflüsse von 133 Millionen Dollar, darunter 84 Millionen Dollar bei IBIT und 49 Millionen Dollar bei FBTC.
  • Das Open Interest ist um 55 Prozent auf 44 Milliarden Dollar gefallen, während die Funding-Rate bei rund minus 0,0088 Prozent liegt.

Seitwärtsbewegung zwischen Unterstützung und Widerstand

Bitcoin notiert derzeit in einer engen Handelsspanne. Der Kurs bewegt sich zwischen 67.000 und 68.000 Dollar, nachdem er zuvor von Tiefstständen um 60.000 Dollar zurückgekehrt war. Die Zone zwischen 65.000 und 67.000 Dollar fungiert als Unterstützung, während im Bereich von 70.000 bis 72.000 Dollar wiederholt Verkaufsdruck aufkommt.

Diese Struktur deutet auf eine Phase der Konsolidierung hin. Die Volatilität hat sich spürbar verringert. Gleichzeitig bleibt die Marktteilnahme laut rückläufigen Spot-Volumina schwach. Das spricht für eine abwartende Haltung vieler Marktteilnehmer.

MVRV-Daten zeigen begrenzte Profitabilität der Halter

On-Chain-Daten liefern Hinweise auf die aktuelle Bewertungslage. Der MVRV Z-Score liegt bei rund 0,41. Frühere Zyklushochs lagen laut den vorliegenden Daten deutlich über einem Wert von 7,0. Auch das MVRV Ratio bewegt sich mit etwa 1,21 auf moderatem Niveau.

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Beide Kennzahlen deuten darauf hin, dass sich ein großer Teil der Halter nur in begrenztem Umfang im Gewinn befindet. Eine ausgeprägte Überbewertung wie in früheren Hochphasen ist anhand dieser Werte nicht erkennbar. Gleichzeitig fehlt ein starkes Signal für eine breite Gewinnmitnahme aus hoher Profitabilität.

Hohe Hashrate erhöht Druck auf Miner

Die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks liegt derzeit bei rund 940 bis 955 EH pro Sekunde. Dieses hohe Niveau geht laut den vorliegenden Daten mit einem steigenden Druck auf Miner einher. Um laufende Kosten zu decken, verkaufen einige Miner Teile ihrer Bestände.

Dieser zusätzliche Angebotsdruck trifft auf einen Markt mit sinkender Beteiligung. Gleichzeitig absorbieren langfristige Halter einen Teil des verkauften Angebots. Wöchentlich sollen größere Marktteilnehmer, häufig als Wale bezeichnet, rund 53.000 BTC akkumulieren.

Diese Konstellation führt zu einer sogenannten Absorptionsphase. Kurzfristig verkaufte Bestände gehen in die Hände langfristig orientierter Investoren über. Dadurch verringert sich der frei verfügbare Umlauf, was die Schwankungsbreite reduziert und die Seitwärtsbewegung verlängert.

Schwache Nachfrage am Terminmarkt und dominierende Verkäufer

Neben dem Spotmarkt zeigen auch Derivatedaten Zurückhaltung. Der Taker Buy Ratio liegt bei 0,48 und damit auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2025. Ein Wert unter 1 signalisiert, dass aggressive Verkaufsorders überwiegen.

Das Open Interest ist um 55 Prozent auf 44 Milliarden Dollar gefallen. Diese Entwicklung weist auf einen deutlichen Abbau von gehebelten Positionen hin. Gleichzeitig liegt die Funding-Rate bei etwa minus 0,0088 Prozent. Eine negative Funding-Rate bedeutet, dass Short-Positionen tendenziell dominieren.

Zusätzlich kam es zu Liquidationen, die überschüssige Hebelpositionen aus dem Markt entfernten. Diese Prozesse stabilisieren die Marktstruktur, verringern jedoch kurzfristig das Momentum für eine dynamische Aufwärtsbewegung.

ETF-Abflüsse verstärken institutionelle Zurückhaltung

Auch auf Ebene der börsengehandelten Bitcoin-Produkte zeigen sich Abflüsse. Am 18. Februar wurden Nettoabflüsse von 133 Millionen Dollar verzeichnet. Davon entfielen 84 Millionen Dollar auf IBIT und 49 Millionen Dollar auf FBTC.

Diese Entwicklung setzt eine vierwöchige Phase mit Rücknahmen fort. Nach einem Zufluss-Hoch im Januar summieren sich die wöchentlichen Verluste zuletzt auf rund 360 Millionen Dollar. Institutionelle Investoren reduzierten damit ihre Exponierung, nachdem der Bitcoin-Kurs seit den Hochs im Oktober um etwa 40 Prozent korrigiert hatte.

Die Kombination aus ETF-Abflüssen und rückläufiger Marktliquidität verlängert die Konsolidierungsphase. Gleichzeitig deutet die Divergenz beim kumulativen Volumen auf eine fragile Marktstruktur hin, da Spot-Ströme negativ sind und Verkäufe im Perpetual-Markt zunehmen.

Unsere Einschätzung

Die aktuellen Daten zeigen einen Bitcoin-Markt in einer ausgeprägten Konsolidierungsphase. Unterstützung im Bereich von 65.000 bis 67.000 Dollar bleibt bestehen, während Widerstände nahe 70.000 bis 72.000 Dollar wiederholt Verkäufe auslösen. On-Chain-Kennzahlen wie MVRV Z-Score und MVRV Ratio liegen deutlich unter früheren Zyklushochs.

Gleichzeitig erhöhen eine hohe Hashrate und daraus resultierende Miner-Verkäufe den Angebotsdruck. Dieser wird teilweise von langfristigen Haltern und großen Marktteilnehmern absorbiert. ETF-Abflüsse in Höhe von 133 Millionen Dollar an einem Tag sowie ein Rückgang des Open Interest um 55 Prozent unterstreichen die derzeit vorsichtige Positionierung institutioneller und gehebelter Marktteilnehmer. Insgesamt deuten die vorliegenden Fakten auf eine anhaltende Seitwärtsphase mit reduzierter Volatilität und begrenztem Momentum hin.

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Über den Autor Janina Frei Reporterin für Schweizer Casinonachrichten
Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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