Bitcoin unter 80.000 Dollar – Long-Liquidationen dominieren den Markt

Digitales Kursbrett mit rotem Abwärtspfeil, Monitor mit fallendem Chart und zerbrochene Sanduhr, aus der Münzen fallen.

Bitcoin fällt unter 80.000 Dollar – Long-Liquidationen und HODL-Daten prägen die kurzfristige Marktlage

Das Wichtigste in Kürze

  • Bitcoin ist unter die Marke von 80.000 US-Dollar gefallen, nachdem sich der Kurs zuvor rund 12 Tage in diesem Bereich stabilisiert hatte.
  • Langfristige Halter verzeichnen laut Bitcoin HODL Bank ein 14-Monats-Hoch bei nicht realisierten Gewinnen.
  • Innerhalb von 24 Stunden wurden Long-Positionen im Wert von rund 184 Millionen US-Dollar liquidiert, Short-Positionen im Umfang von 4,17 Millionen US-Dollar.
  • Auf großen Börsen wie Binance, Bybit, OKX und KuCoin überwiegt im Perpetual-Markt das Verkaufsvolumen.
  • Die Liquidations-Heatmap zeigt begrenzte Liquidität unterhalb des aktuellen Kurses und enge Cluster-Zonen.

Kursrutsch unter 80.000 Dollar beendet mehrtägige Stabilisierung

Bitcoin hat die Unterstützungsmarke von 80.000 US-Dollar unterschritten. Zuvor hatte sich der Kurs nach Angaben der vorliegenden Daten mindestens zwölf Tage in diesem Bereich konsolidiert. Der Bruch dieser Schwelle markiert eine kurzfristige Schwächephase, während sich gleichzeitig strukturelle Signale mit potenziell positiver Tendenz aufbauen.

Eine technische Bestätigung für eine erneute Aufwärtsbewegung würde laut den zugrunde liegenden Daten erst erfolgen, wenn Bitcoin die Widerstandsmarke von 82.500 US-Dollar nachhaltig überwindet. An dieser Zone ist der Kurs in den vergangenen Wochen mehrfach gescheitert.

Für dich als Marktteilnehmer ist relevant, dass sich der Kurs aktuell in einer engen Spanne bewegt. Die nächste klare Richtungsentscheidung ist bislang nicht bestätigt.

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Langfristige Halter erreichen 14-Monats-Hoch bei nicht realisierten Gewinnen

Eine zentrale Rolle spielen derzeit die sogenannten Long-Term Holder. Dazu zählen Investoren, die ihre Bitcoin-Bestände mindestens 155 Tage ohne Verkauf halten. Diese Gruppe weist laut dem Indikator Bitcoin HODL Bank aktuell ein 14-Monats-Hoch bei nicht realisierten Gewinnen auf.

Der Indikator misst das Ausmaß der Buchgewinne, die bei Haltern vorhanden sind, ohne dass diese ihre Bestände veräußern. Ein hoher Wert deutet darauf hin, dass viele Investoren trotz bestehender Gewinne nicht verkaufen. Laut den vorliegenden Daten erreichte der Indikator vergleichbare Niveaus vor den Kursanstiegen in der Mitte des Jahres 2020 sowie Mitte 2023.

Die aktuelle Konstellation bedeutet konkret: Ein wachsender Teil der langfristigen Investoren hält an seinen Positionen fest und reduziert das Angebot am Markt nur in geringem Umfang. Damit entsteht eine strukturelle Grundlage, die in früheren Marktphasen mit deutlichen Kursanstiegen zusammenfiel.

184 Millionen Dollar Long-Liquidationen erhöhen kurzfristigen Druck

Während die Daten der Langzeitinvestoren auf eine stabile Halterbasis hindeuten, zeigen die Liquidationszahlen im Perpetual-Markt ein anderes Bild. Innerhalb von 24 Stunden wurden Long-Positionen im Umfang von rund 184 Millionen US-Dollar zwangsweise geschlossen. Auf der Short-Seite beliefen sich die Liquidationen im gleichen Zeitraum auf lediglich 4,17 Millionen US-Dollar.

Diese deutliche Differenz weist darauf hin, dass Long-Trader in der aktuellen Marktphase ein erhöhtes Risiko tragen. Zwangsschließungen verstärken kurzfristige Abwärtsbewegungen, da Positionen automatisiert verkauft werden. Gleichzeitig entsteht ein Umfeld, in dem Short-Positionen vergleichsweise weniger stark unter Druck stehen.

Für dich ist wichtig: Hohe Long-Liquidationen können kurzfristig zusätzliche Volatilität auslösen, insbesondere wenn viele Marktteilnehmer mit Hebel handeln.

Verkaufsvolumen dominiert auf großen Kryptobörsen

Zusätzlich zu den Liquidationsdaten zeigen die Handelsvolumina auf den größten Kryptobörsen ein klares Bild. Auf Binance, Bybit, OKX und KuCoin überwiegt im Bitcoin-Perpetual-Markt aktuell das Verkaufsvolumen gegenüber dem Kaufvolumen.

Das Long-zu-Short-Verhältnis auf diesen Plattformen signalisiert eine stärkere Verkaufsaktivität. Eine anhaltende Dominanz der Verkaufsseite kann den Kurs weiter belasten, insbesondere wenn sie mit hohen Liquidationen auf der Long-Seite zusammentrifft.

Damit stehen sich zwei Kräfte gegenüber: strukturell orientierte Langzeitinvestoren mit hohen Buchgewinnen und kurzfristig agierende Derivate-Trader, die verstärkt auf fallende Kurse setzen oder aus Long-Positionen gedrängt werden.

Liquiditätscluster deuten auf begrenztes Abwärtspotenzial hin

Ein Blick auf die Liquidations-Heatmap zeigt, dass sich Bitcoin aktuell zwischen zwei markanten Liquiditätsclustern bewegt. Unterhalb des aktuellen Kursniveaus befindet sich laut den vorliegenden Daten vergleichsweise wenig Liquidität.

Solche Cluster fungieren als Anziehungspunkte für den Kurs, da dort größere Mengen an Stop-Orders oder Liquidationsniveaus liegen. Ist unterhalb des Preises nur begrenzte Liquidität vorhanden, fehlt ein starkes Ziel für eine ausgeprägte Abwärtsbewegung. Gleichzeitig kann ein Rückgang in Richtung eines unteren Clusters dort vorhandene Kaufaufträge absorbieren, bevor sich aus der entstehenden Nachfrage wieder Aufwärtsdruck entwickelt.

Derzeit spiegeln die Cluster eine enge Handelsspanne wider. Eine klare Ausbruchsrichtung nach oben oder unten ist aus diesen Daten noch nicht bestätigt.

Unsere Einschätzung

Bitcoin notiert unterhalb der 80.000-Dollar-Marke und verzeichnet hohe Long-Liquidationen im Perpetual-Markt. Gleichzeitig erreichen langfristige Halter ein 14-Monats-Hoch bei nicht realisierten Gewinnen und reduzieren ihr Verkaufsverhalten. Während auf großen Börsen das Verkaufsvolumen dominiert, zeigt die Liquiditätsstruktur unterhalb des aktuellen Kurses nur begrenzte Abwärtsziele. Die Marktlage ist damit kurzfristig von erhöhtem Derivatedruck geprägt, während strukturelle Halterdaten eine stabile Investorenbasis anzeigen.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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