Institutionelle senken Bitcoin-ETF-Bestände nur leicht im Q4 2025

Modernes Bürogebäude neben Stapel Münzen mit rotem Abwärtspfeil und Finanzchart mit fallender Kurve auf Tafel.

Institutionelle Investoren reduzieren Bitcoin-ETF-Bestände im Q4 2025 um 3,5 Prozent – Beteiligung bleibt trotz Kursrückgang weitgehend stabil

Das Wichtigste in Kürze

  • Institutionelle Anleger hielten im Q4 2025 rund 513.000 BTC über US-Spot-Bitcoin-ETFs – im Vorquartal waren es 532.000 BTC.
  • Der Rückgang entspricht einer Reduktion um 19.000 BTC beziehungsweise 3,5 Prozent.
  • Insgesamt verwalten US-Spot-Bitcoin-ETFs 1,27 Millionen BTC, davon über 700.000 BTC von Privatanlegern.
  • Die Zahl der meldenden Firmen mit ETF-Positionen sank von 2.173 auf 1.867 – ein Minus von 14 Prozent.
  • 17 der 25 größten institutionellen Halter erhöhten im Q4 ihre Positionen, darunter JPMorgan Chase, Mubadala und BlackRock.

Institutionelle Bestände sinken trotz deutlichem Bitcoin-Kursrückgang nur leicht

Im vierten Quartal 2025 haben institutionelle Investoren ihre Engagements in US-Spot-Bitcoin-ETFs nur moderat reduziert. Aggregierte Daten aus 13F-Meldungen bei der US-Börsenaufsicht SEC zeigen, dass die Bestände von 532.000 BTC im dritten Quartal auf 513.000 BTC zum Ende des vierten Quartals zurückgingen. Das entspricht einem Rückgang um 19.000 BTC oder 3,5 Prozent.

Der Zeitraum fiel in eine Phase deutlicher Kursverluste. Der Bitcoin-Preis gab im vierten Quartal 2025 um 23 Prozent nach. Dennoch blieb der institutionelle Anteil an den ETF-Beständen weitgehend stabil. Gegenüber dem dritten Quartal verringerte sich die Dominanz institutioneller Investoren um lediglich 1 Prozent.

Insgesamt hielten Institutionen damit weiterhin mehr als eine halbe Million Bitcoin über regulierte ETF-Strukturen. Für Marktteilnehmer, die ETF-Flüsse und Großanleger als Stimmungsindikator beobachten, liefern diese Zahlen ein differenziertes Bild: Der Kursrückgang führte nicht zu massiven Positionsauflösungen auf institutioneller Ebene.

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Bitcoin unter Einstandspreis vieler ETF-Anleger

Die US-Spot-Bitcoin-ETFs starteten 2024 zu Beginn einer starken Marktphase. In der Folge stieg der Bitcoin-Preis von rund 40.000 US-Dollar zunächst auf 72.000 US-Dollar, überschritt später die Marke von 100.000 US-Dollar und erreichte ein Hoch bei 126.000 US-Dollar. Seit dem Start der ETFs entsprach das einem Anstieg von 220 Prozent.

Im Jahr 2026 verschärfte sich jedoch die Korrektur. Der Bitcoin-Preis halbierte sich und fiel unter die durchschnittliche Kostenbasis der ETF-Anleger von 84.100 US-Dollar. Beim im Bericht genannten Kurs von 68.000 US-Dollar lag der durchschnittliche ETF-Halter damit rund 20 Prozent im Minus.

Für den Markt ist das relevant, weil es sich um die erste ausgeprägte Schwächephase seit Einführung der US-Spot-Produkte handelt. Wie sich Investoren in einer solchen Marktphase verhalten, gilt als wichtiger Indikator für die Stabilität des ETF-Segments.

Privatanleger dominieren weiterhin die ETF-Bestände

Trotz wachsender institutioneller Beteiligung seit 2024 stellen Privatanleger weiterhin die Mehrheit der ETF-Investoren. Von insgesamt 1,27 Millionen BTC, die über US-Spot-Bitcoin-ETFs gehalten werden, entfallen mehr als 700.000 BTC auf den Retail-Bereich.

Der institutionelle Anteil war seit dem Start der Produkte kontinuierlich gestiegen und erreichte im dritten Quartal 2025 einen Höchstwert von 40 Prozent. Im vierten Quartal stagnierte diese Entwicklung. Der Marktanteil institutioneller Investoren blieb im Jahresvergleich unverändert.

Für Nutzer von Vergleichsplattformen und Marktbeobachter ist diese Aufteilung relevant, weil sie Hinweise auf die Struktur der Nachfrage gibt. Ein hoher Retail-Anteil kann andere Liquiditäts- und Volatilitätsmuster erzeugen als eine stärker institutionell geprägte Anlegerbasis.

Zahl der engagierten Firmen sinkt deutlich

Während der Rückgang der gehaltenen Bitcoin-Menge moderat ausfiel, zeigte sich bei der Anzahl der beteiligten Firmen eine deutlichere Veränderung. Die Zahl der Unternehmen, die in ihren 13F-Meldungen Bitcoin-ETFs auswiesen, sank von 2.173 auf 1.867. Das entspricht einem Rückgang um 14 Prozent und stellt den stärksten Rückgang seit 2024 dar.

Gleichzeitig erhöhten 17 der 25 größten institutionellen Halter ihre Bestände im vierten Quartal. Zu diesen Investoren zählen unter anderem JPMorgan Chase, der Staatsfonds Mubadala sowie der Vermögensverwalter BlackRock. Das deutet auf eine unterschiedliche Entwicklung innerhalb der institutionellen Gruppe hin: Während kleinere oder einzelne Marktteilnehmer Positionen reduzierten oder ganz ausstiegen, bauten mehrere große Akteure ihr Engagement aus.

Ausblick auf kommende 13F-Daten für Q1 2026

Mit Beginn des Jahres 2026 befindet sich der Markt laut Bericht in einer Bärenmarktphase. Für die weitere Entwicklung der institutionellen Beteiligung werden die 13F-Meldungen für das erste Quartal 2026 entscheidend sein. Diese werden im zweiten Quartal erwartet und dürften zeigen, ob die relative Stabilität der Bestände anhält oder ob sich die Abflüsse verstärken.

Parallel dazu werden ETF-Abflüsse genannt, die mit dem Niveau des vierten Quartals vergleichbar sind. Für Marktteilnehmer, die Kapitalströme in regulierte Bitcoin-Produkte analysieren, bleiben diese Daten ein zentraler Indikator.

Unsere Einschätzung

Die aktuellen 13F-Daten zeigen, dass institutionelle Investoren ihre Bitcoin-ETF-Bestände im vierten Quartal 2025 nur geringfügig reduzierten, obwohl der Bitcoin-Preis deutlich fiel und unter die durchschnittliche Kostenbasis vieler Anleger rutschte. Gleichzeitig sank die Zahl der engagierten Firmen spürbar, während mehrere große Marktteilnehmer ihre Positionen ausbauten. Für dich als Nutzer einer Vergleichsplattform liefern diese Kennzahlen eine faktenbasierte Grundlage, um die Stabilität und Struktur des US-Spot-Bitcoin-ETF-Marktes im aktuellen Marktumfeld einzuordnen.

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Über den Autor Janina Frei Reporterin für Schweizer Casinonachrichten
Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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