ZRO fällt um 12 Prozent – Token Unlocks erhöhen Verkaufsdruck
ZRO verliert 12 Prozent an einem Tag – Monatliche Token-Freischaltungen erhöhen Verkaufsdruck
Das Wichtigste in Kürze
– Der LayerZero-Token ZRO ist innerhalb von 24 Stunden um 12 Prozent gefallen.
– Seit dem Hoch Anfang Oktober verzeichnete ZRO zwischenzeitlich einen Rückgang von 54 Prozent über zwölf Wochen.
– Am 20. jedes Monats werden laut CoinMarketCap rund 32,6 Millionen ZRO im Wert von 52,25 Millionen US-Dollar freigeschaltet.
– Die Marktkapitalisierung sank in weniger als einem Monat von 592,16 Millionen auf 482,72 Millionen US-Dollar.
– Trotz des Kursrückgangs verzeichneten Spot-Märkte binnen 48 Stunden Nettozuflüsse von 2,67 Millionen US-Dollar.
Kursrückgang von 12 Prozent innerhalb eines Tages
Der native Token des LayerZero-Protokolls, ZRO, hat in den vergangenen 24 Stunden 12 Prozent an Wert verloren. Damit setzt sich eine erneute Schwächephase fort, nachdem der Token zuvor eine deutliche Erholung verzeichnet hatte.
Nach einem breiteren Marktrückgang Anfang Oktober gehörte ZRO zunächst zu den wenigen Altcoins, die sich rasch stabilisierten. Die Erholung glich frühere Verluste aus und brachte viele Anleger zurück auf Einstandsniveau. Diese Phase ist inzwischen beendet.
In den vergangenen zwei Wochen fiel der Kurs erneut um rund 10 Prozent. Die aktuelle Entwicklung deutet auf zunehmenden Verkaufsdruck hin. Marktteilnehmer reduzieren laut den vorliegenden Daten ihre Positionen, was auf eine veränderte Marktstruktur hindeutet.
Rückblick: 54 Prozent Verlust und anschließende 114 Prozent Erholung
Nach einem Hoch Anfang Oktober, kurz vor einer breiteren Korrektur auch bei großen Kryptowährungen wie Bitcoin, begann für ZRO eine längere Abwärtsbewegung. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen verlor der Token insgesamt 54 Prozent an Wert.
Erst in der Woche bis zum 29. Dezember setzte eine Gegenbewegung ein. Käufer übernahmen wieder die Kontrolle, und in den darauffolgenden sechs Wochen bis zum 16. Februar stieg der Kurs um 114 Prozent. Damit machte ZRO die vorherigen Verluste vollständig wett.
Diese Erholung stellte die kurzfristige bullische Marktstruktur wieder her. Die jüngste Entwicklung zeigt jedoch, dass diese Phase beendet ist und sich das Marktumfeld erneut eingetrübt hat.
Monatliche Token-Freischaltung erhöht das Angebot
Zusätzlich zur technischen Schwäche belastet ein struktureller Faktor den Markt: die regelmäßige Freischaltung neuer Token. Laut CoinMarketCap werden am 20. jedes Monats rund 32,6 Millionen ZRO freigegeben. Beim zuletzt genannten Kurs entsprach dies einem Gegenwert von 52,25 Millionen US-Dollar.
Diese wiederkehrende Ausweitung des Angebots erhöht die verfügbare Liquidität am Markt. Wenn die Nachfrage nicht ausreicht, um diese zusätzlichen Token aufzunehmen, kann dies zu weiterem Verkaufsdruck führen.
Die jüngste Freischaltung fand am 20. Februar statt. In einem bereits angeschlagenen Marktumfeld verstärkte das zusätzliche Angebot laut den vorliegenden Daten die Abwärtsbewegung. Besonders in Phasen geringer Nachfrage können solche Ereignisse Kursrückgänge beschleunigen.
Rückgang der Halterzahl und sinkende Marktkapitalisierung
On-Chain-Daten zeigen zudem einen kontinuierlichen Rückgang der Anzahl an Wallet-Adressen, die ZRO halten. Dieser Trend verstärkte sich ab dem 26. Januar, etwa eine Woche nach der Token-Freischaltung im Januar. Anleger reduzierten in dieser Phase ihre Bestände.
Aktuell liegt die Zahl der Halter bei rund 1,01 Millionen Adressen. Parallel dazu sank die Marktkapitalisierung deutlich. Innerhalb von weniger als einem Monat fiel sie von 592,16 Millionen auf 482,72 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 8,78 Prozent beziehungsweise einem Abfluss von 109,44 Millionen US-Dollar.
Auch das Stimmungsbild in der Community verschlechterte sich. Der Anteil bullischer Einschätzungen sank am 20. Februar von 88 Prozent auf 75 Prozent. Historisch gingen solche Rückgänge der Zuversicht laut den zitierten Daten häufig mit anhaltender Kursschwäche einher.
Spot-Märkte verzeichnen Nettozuflüsse von 2,67 Millionen US-Dollar
Trotz der negativen Gesamtentwicklung zeigen Daten von CoinGlass ein differenziertes Bild. Innerhalb von etwas mehr als 48 Stunden wurden auf Spot-Märkten Nettozuflüsse von 2,67 Millionen US-Dollar registriert. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum mehr ZRO gekauft als verkauft wurden.
Wenn ein Kurs fällt und gleichzeitig Nettozuflüsse auf Spot-Märkten auftreten, weist das darauf hin, dass ein Teil der Marktteilnehmer die aktuellen Preisniveaus zum Einstieg nutzt. Diese Käufe stehen im Kontrast zum allgemeinen Rückgang bei Halterzahlen und Marktkapitalisierung.
Damit befindet sich ZRO derzeit in einer Phase gegenläufiger Signale: Auf der einen Seite stehen wiederkehrende Angebotsausweitungen, sinkende Halterzahlen und eine schwächere Marktstimmung. Auf der anderen Seite zeigen die Spot-Daten kurzfristige Kaufaktivität.
Unsere Einschätzung
Die jüngste Kursentwicklung von ZRO ist eng mit der monatlichen Freischaltung neuer Token verbunden, die das verfügbare Angebot regelmäßig erhöht. Parallel dazu gingen Halterzahl, Marktkapitalisierung und Stimmungswerte zurück. Gleichzeitig zeigen Spot-Zuflüsse, dass ein Teil der Marktteilnehmer weiterhin Positionen aufbaut. Für Nutzer und Investoren sind damit sowohl Angebotsstruktur als auch Liquiditätsdaten entscheidende Faktoren bei der Bewertung der aktuellen Marktlage.
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