CIRSA steigert Umsatz und senkt Schulden im Q1 2026 deutlich

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CIRSA meldet Rekordumsatz und deutlich geringere Schulden im ersten Quartal 2026 – starkes Retail-Geschäft stabilisiert Ergebnis trotz Margendruck im Online-Bereich

Das Wichtigste in Kürze

  • CIRSA erzielt im ersten Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 623 Millionen Euro, ein Plus von 8 Prozent im Jahresvergleich.
  • Das EBITDA steigt um 8,5 Prozent auf 193,9 Millionen Euro, währungsbereinigt um 10,8 Prozent.
  • Die Nettoverschuldung sinkt um mehr als 500 Millionen Euro auf 2,05 Milliarden Euro, die Verschuldungsquote fällt auf 2,7x.
  • Das Online-EBITDA geht um 11,9 Prozent zurück, belastet durch das neue Steuermodell für Online-Glücksspiel in Peru.
  • Spanien trägt mehr als die Hälfte zum Konzern-EBITDA bei.

Rekordumsatz und anhaltendes EBITDA-Wachstum im ersten Quartal

CIRSA startet mit einem neuen Höchstwert in das Geschäftsjahr 2026. Der spanische Glücksspielkonzern erwirtschaftet im ersten Quartal Nettobetriebserlöse von 623 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 576,7 Millionen Euro entspricht das einem Anstieg von 8 Prozent. Ohne Währungseffekte liegt das Umsatzwachstum bei 9,5 Prozent.

Auch auf Ergebnisebene setzt sich die Entwicklung fort. Das EBITDA steigt um 8,5 Prozent auf 193,9 Millionen Euro. Währungsbereinigt ergibt sich ein Zuwachs von 10,8 Prozent. Damit verzeichnet das Unternehmen das 71. aufeinanderfolgende Quartal mit EBITDA-Wachstum, ausgenommen die COVID-Phase.

Der Nettogewinn erhöht sich auf 44,6 Millionen Euro nach 28,1 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Das bereinigte Nettoergebnis steigt um 32,8 Prozent auf 69,9 Millionen Euro. Laut Unternehmen stammt der Großteil des Wachstums aus organischer Entwicklung. Lediglich Übernahmen, die Ende 2025 in Spanien, Peru und Marokko abgeschlossen wurden, beeinflussen den Jahresvergleich.

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Retail-Segment bleibt wichtigste Ertragssäule

Das stationäre Geschäft trägt maßgeblich zur Ergebnisentwicklung bei. Die Umsätze im Retail-Bereich steigen währungsbereinigt um 9,3 Prozent. Das EBITDA legt in diesem Segment um 13,3 Prozent zu.

Besonders stark entwickelt sich die Sparte der Spielautomaten in Spanien. Hier erhöht sich der Umsatz um 13,1 Prozent, während das EBITDA um 17,8 Prozent auf 64,3 Millionen Euro steigt. CIRSA führt diese Entwicklung auf Austauschprogramme für Geräte, neue Spieleinführungen, technologische Modernisierungen sowie Effizienzsteigerungen in den Betrieben zurück.

Auch die Casinosparte wächst in mehreren Märkten. Die Erlöse steigen um 8,3 Prozent, ohne Währungseffekte um 10,7 Prozent. Das EBITDA nimmt um 8,2 Prozent zu. Beiträge kommen unter anderem aus Peru, Kolumbien, Panama und Marokko. In Mexiko bleibt das Geschäft stabil, obwohl es im Quartal zeitweise zu Schließungen von Standorten kam.

Peru entwickelt sich zu einem zentralen Expansionsmarkt. Die Zahl der Casinos steigt im Quartal von 19 auf 23. Die Anzahl der Spielautomaten wächst von 2.611 auf 3.434, die der Spieltische von 37 auf 61.

Online-Wachstum bei Umsatz, aber Margendruck durch neue Regulierung in Peru

Das Online-Geschäft verzeichnet operativ weiterhin Zuwächse. Der Gesamtumsatz im Online-Bereich steigt um 9,4 Prozent und basiert vollständig auf organischem Wachstum. Der Online-Turnover erhöht sich um 22,4 Prozent. Im Detail wächst der Casino-Turnover um 23,9 Prozent, der Sportwetten-Turnover um 19,7 Prozent.

Trotz dieser Entwicklung sinkt das EBITDA im Online-Segment um 11,9 Prozent auf 21,4 Millionen Euro. Hintergrund ist das neue Steuerregime für Online-Glücksspiel in Peru. Laut CIRSA reduziert dieses die EBITDA-Marge im Online-Bereich im Quartal um rund 539 Basispunkte.

Für Nutzer und Marktteilnehmer zeigt sich damit, dass regulatorische Änderungen direkte Auswirkungen auf die Profitabilität einzelner Segmente haben können, auch wenn die operative Nachfrage steigt.

Deutlich geringere Finanzkosten und sinkende Verschuldung

Neben dem operativen Geschäft verbessert sich die Finanzstruktur des Konzerns. Die Finanzaufwendungen sinken im Jahresvergleich um 17,9 Millionen Euro von 52,5 Millionen auf 34,6 Millionen Euro. Grund sind Refinanzierungsmaßnahmen, die Ende 2025 abgeschlossen wurden, sowie geringere Finanzierungskosten nach dem Börsengang und einer Restrukturierung von Anleihen.

CIRSA erwartet jährliche Einsparungen bei den Finanzierungskosten von mehr als 60 Millionen Euro. Weitere Reduktionen sind im Laufe des Jahres durch zusätzliche Refinanzierungen möglich.

Die Nettoverschuldung geht deutlich zurück. Sie sinkt von 2,64 Milliarden Euro im ersten Quartal 2025 auf 2,05 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 500 Millionen Euro. Gleichzeitig verbessert sich das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von 3,7x auf 2,7x.

Spanien gewinnt innerhalb der Konzernstruktur weiter an Bedeutung und steht im Berichtszeitraum für etwas mehr als die Hälfte des gesamten EBITDA.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt CIRSA seine Prognose. Erwartet werden Umsätze zwischen 2,5 Milliarden und 2,56 Milliarden Euro sowie ein EBITDA zwischen 800 Millionen und 820 Millionen Euro. Nach Angaben des Managements liegt die aktuelle Entwicklung am oberen Ende dieser Zielspanne.

Unsere Einschätzung

Die Zahlen für das erste Quartal 2026 zeigen eine Kombination aus organischem Wachstum, stabiler Entwicklung im stationären Geschäft und einer deutlich verbesserten Bilanzstruktur. Während das Retail-Segment das Ergebnis stützt und Spanien mehr als die Hälfte zum EBITDA beiträgt, verdeutlicht der Rückgang der Online-Marge in Peru die unmittelbaren Auswirkungen neuer steuerlicher Rahmenbedingungen. Gleichzeitig reduziert CIRSA seine Verschuldung und Finanzkosten signifikant, was die finanzielle Ausgangsbasis für das laufende Geschäftsjahr verändert.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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