MGA warnt vor irreführenden Glücksspiel-Websites

Mehrere Computerbildschirme mit Warnsymbolen, vergrößertes Lizenzzertifikat und Server mit gebrochenem Schutzschild.

Malta Gaming Authority warnt vor irreführenden Glücksspiel-Websites – Nutzung des MGA-Namens ohne Lizenzbezug

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Malta Gaming Authority (MGA) geht gegen sechs Websites vor, die sich unrechtmäßig auf die Behörde berufen.
  • Unter den betroffenen Seiten befinden sich zwei Domains des Anbieters OP7, die Logos der MGA, von Curacao Gaming und der EGBA anzeigen.
  • Eine angegebene Lizenznummer MGA/B2C/314/2015 ließ sich im offiziellen Register der MGA nicht finden.
  • Die MGA betont erneut, dass nicht lizenzierte Anbieter keiner regulatorischen Aufsicht unterliegen.

MGA distanziert sich von mehreren Online-Plattformen

Die Malta Gaming Authority hat öffentlich klargestellt, dass mehrere Online-Glücksspielseiten zu Unrecht auf eine Verbindung zur Behörde verweisen. Konkret nennt die Aufsicht sechs URLs, die laut MGA in „falscher und irreführender“ Weise auftreten, indem sie den Namen oder das Logo der Regulierungsbehörde verwenden.

Zu den genannten Seiten gehören zwei Domains des Anbieters OP7. Beide Websites zeigen neben der Bezeichnung der MGA auch Hinweise auf Curacao Gaming sowie die European Gaming and Betting Association (EGBA). Zusätzlich werden die Vereinswappen der Fußballclubs Juventus und Benfica eingeblendet.

Nach Angaben der MGA besteht jedoch keine Verbindung zwischen der Behörde und den betreffenden Plattformen. Verbraucher sollen daher genau prüfen, ob ein Anbieter tatsächlich im offiziellen Register der Behörde geführt wird.

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OP7 verweist auf Offshore-Lizenz und europäische Fußballvereine

Auf den Websites von OP7 findet sich laut Bericht die Angabe einer „offshore licence NO 16-0025“. Welche Jurisdiktion hinter dieser Lizenz stehen soll, wird nicht näher erläutert. Eine konkrete Zuordnung zu einer anerkannten Glücksspielaufsicht ist aus der Angabe nicht ersichtlich.

Darüber hinaus werden auf den Seiten die Wappen von Juventus und Benfica verwendet. Auf den offiziellen Webseiten der beiden Fußballclubs findet sich jedoch kein Hinweis auf eine Partnerschaft mit OP7. OP7 Sports veröffentlichte laut Bericht ein Video auf Instagram, das Spieler von Juventus zeigen soll, die Fans ein frohes chinesisches Neujahr wünschen.

Der Kontext ist insofern relevant, als Online-Glücksspiel in Festlandchina ausdrücklich verboten ist. Die chinesische Regierung hat in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass Glücksspiel erhebliche soziale und finanzielle Risiken mit sich bringe.

Weitere betroffene Websites und fragliche Lizenzangaben

Neben OP7 nennt die MGA die Domains ufabet.black, playtok.bet, slotblastcasheu.vip und www.vulkanworld.com.

Ufabet beschreibt sich als thailändische Fußballwetten-Seite, bietet jedoch auch Wetten auf weitere Sportarten sowie Online-Casinospiele an. Auf der Plattform wird angegeben, die international anerkannte Malta Gaming Authority überwache Ufabet im Rahmen einer Lizenzierung. Eine konkrete Lizenznummer wird jedoch nicht genannt.

Playtok richtet sich laut Bericht an Nutzer auf den Philippinen und verwendet Designelemente, die an TikTok erinnern. Die Website zeigt sowohl das Logo der Curacao Gaming Authority als auch das der MGA. Ein Hinweis auf eine Lizenz der philippinischen Glücksspielaufsicht PAGCOR, die für einen legalen Betrieb im Land erforderlich wäre, findet sich nicht.

Vulkan World bietet verschiedene Sprachoptionen an, während die Chatfunktion in ukrainischer Sprache geführt wird. Ein hinterlegter Lizenzlink führt zu einer Seite, auf der angegeben wird, das Unternehmen sei unter Genesis Global Limited registriert und verfüge über die MGA-Lizenz MGA/B2C/314/2015.

Eine Überprüfung im offiziellen Register der MGA ergab jedoch keinen Treffer zu dieser Lizenznummer. Genesis Global Limited war zuvor unter der Kennung MGA/CRP/314/2015 registriert. Diese Lizenz wurde im Jahr 2024 widerrufen.

Interessant ist zudem, dass dieselbe Lizenznummer MGA/B2C/314/2015 bereits zuvor von Vavada Ltd angeführt wurde. In diesem Zusammenhang hatte die MGA im Februar 2025 eine ähnliche Warnung veröffentlicht.

Langjähriges Problem mit missbräuchlicher Nutzung des MGA-Namens

Die unbefugte Verwendung des Namens und Logos der Malta Gaming Authority ist laut Bericht kein neues Phänomen. Bereits 2006 veröffentlichte die Behörde eine erste entsprechende Mitteilung.

Erst im Vormonat warnte die MGA vor den Domains dragonia-casino.at und dragonia-de.de. Auch im Januar und Februar wurden vergleichbare Listen mit nicht autorisierten Anbietern veröffentlicht.

In ihren Stellungnahmen betont die Behörde regelmäßig, dass Verbraucher keine Dienste von Unternehmen in Anspruch nehmen sollten, ohne zuvor zu prüfen, ob diese über eine gültige MGA-Lizenz verfügen. Aktivitäten nicht lizenzierter Anbieter seien unreguliert und böten nicht die im regulatorischen Rahmen vorgesehenen Schutzmechanismen. Transaktionen mit solchen Unternehmen seien daher mit Risiken verbunden.

Unsere Einschätzung

Die aktuellen Hinweise der Malta Gaming Authority zeigen, dass die missbräuchliche Verwendung von Lizenzangaben und Behördenlogos weiterhin ein Thema im Online-Glücksspiel ist. Mehrere der genannten Plattformen führen konkrete oder vermeintliche Lizenznummern an, die sich im offiziellen Register nicht verifizieren lassen oder auf Unternehmen mit widerrufener Lizenz verweisen. Für Nutzer von Online-Glücksspielangeboten unterstreicht dies die Bedeutung einer eigenständigen Überprüfung von Lizenzangaben anhand offizieller Register der jeweiligen Aufsichtsbehörden.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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