PAGCOR meldet 26,6 Prozent weniger Umsatz im ersten Halbjahr
PAGCOR meldet 26,6 Prozent weniger Umsatz im ersten Halbjahr – schwächere Gaming-Einnahmen und höhere Pflichtabgaben belasten Ergebnis
Das Wichtigste in Kürze
- Die Philippine Amusement and Gaming Corporation verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 26,64 Prozent auf 43,32 Milliarden Peso.
- Die Einnahmen aus dem Gaming-Geschäft sanken um 27,11 Prozent auf 38,92 Milliarden Peso.
- Der Nettogewinn brach um 85,29 Prozent auf 1,58 Milliarden Peso ein.
- Höhere gesetzliche Abführungen an die Philippine Sports Commission erhöhten die Belastung.
- Trotz des Rückgangs führte PAGCOR 30,16 Milliarden Peso an den Staatshaushalt ab.
Deutlicher Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2026
Die Philippine Amusement and Gaming Corporation, kurz PAGCOR, hat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2026 einen deutlichen Rückgang ihrer Einnahmen gemeldet. Der Gesamtumsatz belief sich auf 43,32 Milliarden Philippinische Peso, umgerechnet rund 708,09 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte die staatliche Glücksspielbehörde noch 59,05 Milliarden Peso erzielt.
Damit ging der Umsatz im Jahresvergleich um 26,64 Prozent zurück. PAGCOR ist sowohl Regulierungsbehörde als auch Betreiber eigener Casinos und generiert den Großteil seiner Einnahmen aus dem Glücksspielsektor. Die Entwicklung im operativen Geschäft wirkt sich daher unmittelbar auf die Finanzkennzahlen der Behörde aus.
Gaming-Einnahmen als Hauptursache für das Minus
Den größten Anteil am Rückgang hatten die Einnahmen aus dem Gaming-Bereich. Diese sanken im ersten Halbjahr um 27,11 Prozent auf 38,92 Milliarden Peso, nach 53,40 Milliarden Peso im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Innerhalb dieses Segments zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Besonders stark betroffen waren eGames, eBingo sowie lizenzierte Bingo-Betreiber. In diesem Bereich gingen die Erlöse um 41,85 Prozent auf 18,60 Milliarden Peso zurück. Ein Jahr zuvor lagen die Einnahmen hier noch bei 32 Milliarden Peso.
Auch lizenzierte Casinos verzeichneten einen Rückgang, wenn auch in geringerem Ausmaß. Die entsprechenden Einnahmen sanken um 3,85 Prozent. Die von PAGCOR selbst betriebenen Casinos meldeten ein Minus von 8,67 Prozent.
Laut PAGCOR-Vorsitzendem und CEO Alejandro Tengco spiegeln die Zahlen die anhaltenden Auswirkungen geopolitischer Spannungen im Nahen Osten wider. Diese hätten im ersten Quartal die Konsumausgaben gedämpft und damit die Performance der Branche insgesamt beeinflusst. Im zweiten Quartal hätten sich die Marktbedingungen zwar verbessert, dennoch bestünden weiterhin Unsicherheiten, unter anderem im Zusammenhang mit gestiegenen globalen Kraftstoffpreisen.
Nettogewinn bricht um mehr als 85 Prozent ein
Neben dem Umsatz ging auch das operative Ergebnis zurück. Das Net Operating Income lag bei 31,75 Milliarden Peso. Noch deutlicher fiel jedoch der Rückgang beim Nettogewinn aus.
Der ausgewiesene Nettogewinn sank um 85,29 Prozent auf 1,58 Milliarden Peso, was rund 25,83 Millionen US-Dollar entspricht. Im Vorjahreszeitraum hatte PAGCOR noch ein deutlich höheres Ergebnis erzielt.
Als wesentlichen Grund für diesen starken Einbruch nannte Tengco erhöhte gesetzliche Abführungen an die Philippine Sports Commission, kurz PSC. Hintergrund ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das PAGCOR verpflichtet, fünf Prozent seines Bruttoeinkommens an die PSC zu überweisen. Dieses neue Berechnungsverfahren ersetzt die zuvor angewandte Methode.
Im ersten Halbjahr 2026 überwies PAGCOR 2,01 Milliarden Peso an die PSC. Das entspricht einem Anstieg von 58,68 Prozent gegenüber den 1,26 Milliarden Peso im Vorjahreszeitraum. Diese zusätzlichen Zahlungen wirkten sich direkt auf den Nettogewinn aus.
Hohe Beiträge an den Staat trotz rückläufiger Einnahmen
Trotz der schwächeren Geschäftsentwicklung blieb PAGCOR ein bedeutender Einnahmelieferant für den philippinischen Staat. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 führte die Behörde insgesamt 30,16 Milliarden Peso an die Staatskasse ab. Das entspricht umgerechnet rund 492,98 Millionen US-Dollar.
Diese Zahl verdeutlicht die fiskalische Rolle von PAGCOR. Als staatliche Institution fließen erhebliche Teile der erwirtschafteten Mittel direkt in öffentliche Haushalte und staatliche Programme. Veränderungen bei Umsatz, Gewinn und gesetzlichen Abgaben haben daher unmittelbare Auswirkungen auf die verfügbaren Mittel des Staates.
PAGCOR betonte, weiterhin auf eine Stärkung der Branchenleistung durch solide Regulierung und enge Zusammenarbeit mit den Marktteilnehmern zu setzen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass der Glücksspielsektor weiterhin relevante Einnahmen für staatliche Zwecke generiert.
Unsere Einschätzung
Die Halbjahreszahlen von PAGCOR zeigen einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn, ausgelöst durch schwächere Gaming-Einnahmen und höhere gesetzliche Abführungen. Besonders stark betroffen war das Segment eGames und eBingo. Gleichzeitig bleibt die Behörde ein zentraler Beitragszahler für den Staatshaushalt. Die Kombination aus operativen Markteinflüssen und regulatorischen Vorgaben prägte die finanzielle Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 maßgeblich.
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