Evolution beendet Übernahme von Galaxy Gaming nach Verzögerungen
Evolution beendet 85-Millionen-Dollar-Übernahme von Galaxy Gaming – fehlende Genehmigungen stoppen den Deal
Das Wichtigste in Kürze
- Evolution hat die geplante Übernahme von Galaxy Gaming im Wert von rund 85 Millionen US-Dollar beendet.
- Zwei ausstehende glücksspielrechtliche Genehmigungen verhinderten den fristgerechten Abschluss der Transaktion.
- Evolution zahlt eine Vertragsstrafe in Höhe von 5,2 Millionen US-Dollar an Galaxy Gaming.
- Die bestehende Geschäftsbeziehung bleibt bestehen, inklusive einer 2023 verlängerten Lizenzvereinbarung über zehn Jahre.
- Im zweiten Quartal sank der Umsatz von Evolution um 1,2 Prozent auf 517,8 Millionen Euro.
Übernahme scheitert an fehlenden regulatorischen Freigaben
Evolution hat die geplante Akquisition von Galaxy Gaming offiziell beendet. Das Unternehmen teilte am Dienstag mit, dass es den Fusionsvertrag gekündigt habe, nachdem zwei noch ausstehende regulatorische Genehmigungen im Glücksspielbereich nicht rechtzeitig erteilt wurden. Die vertraglich vereinbarte Frist für den Abschluss der Transaktion war am vergangenen Freitag ausgelaufen.
Galaxy Gaming hatte bereits am Montag erklärt, dass die beiden erforderlichen Genehmigungen weiterhin fehlten. Das Unternehmen prüfte nach eigenen Angaben, ob eine erneute Verlängerung der Frist beantragt oder die Vereinbarung beendet werden sollte. Evolution entschied sich anschließend für den Rückzug aus dem Deal.
Im Zuge der Vertragsbeendigung zahlt Evolution eine sogenannte Termination Fee in Höhe von 5,2 Millionen US-Dollar an Galaxy Gaming.
Geplanter Kaufpreis lag bei rund 85 Millionen US-Dollar
Die Übernahme war im Juli 2024 angekündigt worden. Evolution hatte sich damals darauf geeinigt, sämtliche ausstehenden Aktien von Galaxy Gaming zu erwerben. Der Gesamtwert der Transaktion wurde mit rund 85 Millionen US-Dollar beziffert.
Galaxy Gaming ist als Anbieter von Tischspielen und Casino-Technologie tätig. Mit der Akquisition wollte Evolution sein Angebot in diesem Segment erweitern. Durch das Ausbleiben der regulatorischen Freigaben konnte der Zusammenschluss jedoch nicht innerhalb des vereinbarten Zeitraums vollzogen werden.
Nach Angaben von Evolution ist die gescheiterte Transaktion aufgrund der Größe von Galaxy Gaming für den Konzern nicht wesentlich. Konzernchef Martin Carlesund erklärte, dass das Ergebnis keine materiellen Auswirkungen auf das bestehende Geschäft, die US-Aktivitäten oder die langfristigen Ziele habe.
Bestehende Partnerschaft bleibt trotz gescheitertem Deal bestehen
Trotz der geplatzten Übernahme wollen beide Unternehmen ihre bisherige Zusammenarbeit fortsetzen. Evolution verwies auf die bestehende Geschäftsbeziehung mit Galaxy Gaming. Bereits 2023 hatten die Unternehmen eine Verlängerung ihrer Lizenzvereinbarung um zehn Jahre unterzeichnet.
Damit bleibt die operative Kooperation unabhängig von der Eigentümerstruktur bestehen. Für Marktteilnehmer bedeutet das, dass bestehende Produkt- und Lizenzvereinbarungen zwischen beiden Unternehmen weiterhin gültig sind.
Quartalszahlen zeigen leichten Umsatz- und Ergebnisrückgang
Die Beendigung der Übernahme folgt zeitlich auf die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal. Evolution erzielte in diesem Zeitraum einen Nettoumsatz von 517,8 Millionen Euro, was einem Rückgang von 1,2 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Im Vorjahresquartal hatte der Umsatz höher gelegen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 341 Millionen Euro. Im entsprechenden Vergleichszeitraum des Geschäftsjahres 2025 hatte Evolution 345,3 Millionen Euro ausgewiesen. Damit lag auch das EBITDA leicht unter dem Vorjahreswert.
Regional zeigte sich ein gemischtes Bild. In Asien ging der Umsatz um 3,7 Prozent zurück und war damit der Haupttreiber des Rückgangs. Europa verzeichnete hingegen nach mehreren Quartalen mit rückläufigen Erlösen wieder Wachstum. Die europäischen Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorquartal um 3,5 Prozent. In Lateinamerika legte der Umsatz im Jahresvergleich um 26,3 Prozent zu.
CEO Martin Carlesund erklärte im Zusammenhang mit den Quartalszahlen, dass das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren erhebliche Zeit und Ressourcen auf administrative Anforderungen im Zusammenhang mit der geplanten Akquisition verwendet habe. Zugleich betonte er, dass sich Umsatz und Marge im Vergleich zum ersten Quartal verbessert hätten, während Kostenkontrollen fortgeführt und der Cashflow gestärkt worden seien.
Darüber hinaus verwies Carlesund auf die fortgesetzte Expansion in wichtigen Märkten und die Umsetzung der Produktpläne, trotz der im Quartal bestehenden Herausforderungen.
Unsere Einschätzung
Die gescheiterte Übernahme von Galaxy Gaming beendet eine seit Juli 2024 geplante Transaktion im Umfang von rund 85 Millionen US-Dollar. Ausschlaggebend waren zwei ausstehende regulatorische Genehmigungen, die nicht rechtzeitig vorlagen. Für Evolution bleibt der finanzielle Effekt laut Unternehmensangaben begrenzt, da die Transaktion aufgrund der Größe von Galaxy Gaming nicht als wesentlich eingestuft wurde. Die operative Zusammenarbeit beider Unternehmen besteht weiter, gestützt durch eine bis 2033 verlängerte Lizenzvereinbarung. Parallel zeigen die aktuellen Quartalszahlen leichte Rückgänge bei Umsatz und EBITDA, bei gleichzeitig unterschiedlichen regionalen Entwicklungen.
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