21Shares setzt auf aktive Strategien bei Krypto-ETFs

Laptop mit geöffnetem Dashboard, darauf Krypto-Diagramme und Kursverläufe in Blau und Grün auf dunklem Hintergrund

21Shares setzt auf aktive Strategien bei Krypto-ETFs – Fokus verschiebt sich von HODL zu Renditequellen

Das Wichtigste in Kürze

  • 21Shares-Präsident Duncan Moir sieht einen Übergang von passiven zu aktiven Strategien bei Krypto-ETFs.
  • Im Mittelpunkt stehen zusätzliche Ertragsquellen wie Dividendenmodelle und Staking-Erträge.
  • Die USA führen bei den Nettozuflüssen mit 638 Millionen US-Dollar, gefolgt von Deutschland mit 377 Millionen und der Schweiz mit 233 Millionen.
  • Das verwaltete Vermögen aller Krypto-ETFs liegt aktuell bei rund 130 Milliarden US-Dollar, nach einem Höchststand von fast 240 Milliarden im Jahr 2025.

21Shares sieht passives Halten von Kryptowerten nicht mehr als ausreichend an

Für viele frühe Bitcoin-Investoren galt lange Zeit eine einfache Strategie: kaufen und halten. Dieses sogenannte HODL-Prinzip setzte darauf, dass sich der Wert digitaler Vermögenswerte über mehrere Monate oder Jahre deutlich erhöht. Auch erste Vermögensverwalter, die Krypto-ETFs auflegten, übernahmen dieses Modell. Sie hielten die zugrunde liegenden Coins in der Erwartung steigender Kurse innerhalb von drei, sechs oder zwölf Monaten.

Nach Einschätzung von Duncan Moir, Präsident von 21Shares, befindet sich dieser Ansatz jedoch im Wandel. Er beschreibt Kryptowährungen als eine noch junge und wachsende Anlageklasse, die sich aus seiner Sicht besonders für aktive Managementstrategien eignet. Statt ausschließlich auf Kurssteigerungen zu setzen, rücken zusätzliche Ertragsquellen in den Fokus.

Für dich als Anleger bedeutet das: Der Schwerpunkt verschiebt sich von der reinen Wertentwicklung der gehaltenen Coins hin zu strukturierten Produkten, die laufende Erträge oder zusätzliche Renditebausteine integrieren.

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Regionale Unterschiede bei der Nachfrage nach Krypto-ETFs

Die Nachfrage nach Krypto-ETFs unterscheidet sich laut Moir je nach Region deutlich. In den USA konzentriert sich das Interesse weiterhin vor allem auf große Kryptowährungen. In Europa hingegen zeigen institutionelle Investoren ein stärkeres Interesse an neueren Projekten sowie an Anwendungen jenseits der reinen Layer-1-Infrastruktur.

Die aktuellen Zuflusszahlen unterstreichen diese Dynamik. Seit Jahresbeginn verzeichnen die USA Nettozuflüsse von 638 Millionen US-Dollar in Krypto-Produkte. Deutschland folgt mit 377 Millionen US-Dollar, die Schweiz mit 233 Millionen US-Dollar. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Europa im internationalen Vergleich eine relevante Rolle spielt, insbesondere im institutionellen Segment.

Für Marktteilnehmer auf Vergleichsplattformen ist diese regionale Differenzierung relevant, da Produktangebot, Risikoprofil und regulatorische Rahmenbedingungen je nach Markt variieren können.

Ertragsorientierte Produkte und Dividendenmodelle gewinnen an Bedeutung

Ein Beispiel für den strategischen Wandel ist die Einführung eines börsengehandelten Produkts von 21Shares, das an eine Vorzugsaktie von Strategy mit dem Kürzel STRC gekoppelt ist. Dieses Produkt bietet eine jährliche Dividendenrendite von bis zu 11,5 Prozent, die monatlich ausgezahlt wird. Strategy nutzt dieses Instrument, um Kapital für weitere Bitcoin-Käufe aufzunehmen.

Laut Moir stieß das Produkt in mehreren Regionen unmittelbar auf Nachfrage. Das deutet auf ein Interesse an ertragsorientierten Strukturen hin, die über traditionelle Handelsplattformen zugänglich sind. Für Investoren entsteht damit eine Alternative zum reinen Halten von Kryptowährungen, da regelmäßige Ausschüttungen planbarer sein können als reine Kursgewinne.

Solche Konstruktionen verändern die Struktur von Krypto-ETFs und ETPs. Sie kombinieren Elemente klassischer Kapitalmarktprodukte mit der Dynamik digitaler Vermögenswerte.

Staking als zusätzliche Renditequelle für ETF-Anleger

Neben Dividendenmodellen gewinnen auch Staking-Erträge an Bedeutung. Dabei werden bestimmte Kryptowährungen im Netzwerk hinterlegt, um Transaktionen zu validieren und im Gegenzug Belohnungen zu erhalten. Diese Erträge können in Fonds- oder ETF-Strukturen integriert werden.

Grayscale und BlackRock haben sich für Staking-Optionen in ihren jeweiligen Spot-ETH-ETFs ausgesprochen. Ziel ist es, zusätzliche Erträge für Investoren zu generieren. Damit wird das klassische ETF-Modell, das üblicherweise auf passiver Nachbildung basiert, um aktive Komponenten ergänzt.

Für Anleger verändert sich dadurch das Risikoprofil eines Produkts. Neben Marktschwankungen spielen dann auch operative Aspekte wie die Umsetzung von Staking-Strategien eine Rolle. Die konkrete Ausgestaltung kann sich je nach Anbieter unterscheiden.

Thematische Strategien und Kombination von Anlageklassen

Ein weiterer Ansatz von 21Shares besteht darin, größere Marktthemen in Produktstrukturen abzubilden. Als Beispiel nennt Moir ein Bitcoin-und-Gold-ETP. Dieses Produkt reagiert auf eine gestiegene Nachfrage nach sogenannten sicheren Häfen im Kontext von Währungsabwertung und steigender US-Staatsverschuldung.

Durch die Kombination von Bitcoin und Gold in einem Produkt entsteht eine thematische Allokation, die unterschiedliche Anlageklassen verbindet. Solche Konzepte gehen über das reine Halten einzelner Coins hinaus und spiegeln makroökonomische Narrative in einer strukturierten Form wider.

Marktvolumen der Krypto-ETFs unter Vorjahreshoch

Trotz der strategischen Weiterentwicklung liegt das verwaltete Vermögen aller Krypto-ETFs aktuell bei rund 130 Milliarden US-Dollar. Auf dem Höhepunkt im Jahr 2025 hatte das Volumen bei nahezu 240 Milliarden US-Dollar gelegen.

Der Rückgang zeigt, dass sich der Markt seit dem Höchststand deutlich verkleinert hat. Gleichzeitig unterstreichen die anhaltenden Zuflüsse in einzelnen Regionen, dass weiterhin Kapital in entsprechende Produkte fließt. Wie stark aktive Strategien künftig zur Stabilisierung oder Ausweitung des Marktvolumens beitragen, bleibt offen.

Unsere Einschätzung

Die Aussagen von 21Shares-Präsident Duncan Moir verdeutlichen eine strukturelle Verschiebung im Markt für Krypto-ETFs. Während in der Anfangsphase vor allem das passive Halten von Bitcoin und anderen großen Coins im Vordergrund stand, rücken nun zusätzliche Ertragsquellen wie Dividendenmodelle, Staking und thematische Kombinationen in den Fokus. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Zuflusszahlen eine starke Konzentration auf die USA sowie eine bedeutende Rolle Deutschlands und der Schweiz. Das gesamte Marktvolumen liegt unter dem Höchststand von 2025, was die Bedeutung neuer Produktansätze im Wettbewerb der Anbieter unterstreicht.

Hinweis: Diese Webseite dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Gewinne im Glücksspiel sind nicht garantiert. Glücksspiel kann süchtig machen. Spiele nur, wenn es in deiner Region legal ist, und informiere dich über die geltenden Gesetze. Beratung: BZgA +49 (0) 800 1 37 27 00 | 18+

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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