MGA verhängt 185.000 Euro Strafen und vergibt 19 Lizenzen

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MGA verhängt 185.000 Euro an Strafen und erteilt 19 neue Lizenzen – Jahresbericht 2025 zeigt Intensität der Aufsicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Malta Gaming Authority verhängte 2025 insgesamt 30 administrative Geldstrafen in Höhe von 162.520 Euro, zusätzlich setzte die FIAU Maßnahmen von knapp 26.500 Euro durch.
  • Die Behörde erteilte 19 neue Glücksspiellizenzen und genehmigte acht Verlängerungen.
  • Eine Lizenz wurde suspendiert, zwei weitere widerrufen; 35 Unterlassungsschreiben und 22 Verwarnungen wurden ausgesprochen.
  • Im Bereich Integrität gingen 280 Meldungen zu verdächtigen Wetten ein, 192 Warnmeldungen wurden an Lizenznehmer weitergegeben.
  • Insgesamt führte die MGA 7.903 Inspektionen vor Ort sowie 15 umfassende Compliance Audits durch.

Verwaltungsmaßnahmen und Sanktionen im Jahr 2025

Die Malta Gaming Authority veröffentlichte ihren Jahresbericht und die geprüften Finanzabschlüsse für das am 31. Dezember 2025 beendete Geschäftsjahr. Daraus geht hervor, dass die Behörde 30 administrative Strafen mit einem Gesamtvolumen von 162.520 Euro verhängte. Zusätzlich setzte die Financial Intelligence Analysis Unit eine Abhilfemaßnahme und oder eine administrative Geldbuße in Höhe von knapp 26.500 Euro durch.

Neben finanziellen Sanktionen sprach die Behörde 35 Unterlassungsaufforderungen und 22 Verwarnungen aus. Eine Lizenz wurde suspendiert, zwei weitere wurden widerrufen. Im Berichtsjahr wurde eine neue Berufung eingelegt, die noch anhängig ist. Acht Berufungen aus Vorjahren wurden zurückgezogen.

Im Bereich der Geldwäscheprävention und Terrorismusfinanzierung wurden 21 Prüfungen eingeleitet, entweder durch die FIAU oder durch die MGA in deren Auftrag. Ebenfalls 21 Prüfungen wurden abgeschlossen. Die Behörde verschickte 30 Abschlussschreiben an Lizenznehmer, wenn Verfahren beendet oder Mängel als nicht schwerwiegend oder nicht systemisch eingestuft wurden. In zwei Fällen wurden Schreiben über potenzielle Verstöße versandt, bei denen weitere Klärungen oder Nachbesserungen erforderlich waren.

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Lizenzvergabe, Verlängerungen und Ablehnungen

Im Jahr 2025 erhielt die MGA 38 Anträge auf neue Glücksspiellizenzen. Insgesamt wurden 19 Lizenzen erteilt. Darüber hinaus prüfte der Regulator zehn Verlängerungsanträge von Betreibern mit auslaufenden Lizenzen und genehmigte acht davon.

Der Rat der Behörde genehmigte 17 neue Lizenzanträge und lehnte zwei Anträge nach Abschluss des sogenannten Minded Letter Verfahrens ab. Die Ablehnungen erfolgten, weil eingereichte Informationen als falsch, irreführend, ungenau oder wesentlich unvollständig eingestuft wurden.

Im Rahmen des Prüfprozesses führte die MGA 1.266 Due Diligence Screenings durch. Diese betrafen unter anderem autorisierte Personen, Anteilseigner mit qualifizierter Beteiligung, Direktoren, Schlüsselpersonen sowie Drittparteien mit Finanzierungs oder Kontrollfunktion. Komplexere Fälle wurden an das Fit and Proper Committee weitergeleitet. Dieses überprüfte Feststellungen zu 20 Unternehmen und 38 Einzelpersonen. In sieben Fällen kam das Gremium zu dem Ergebnis, dass die Kriterien für die Zuverlässigkeit nicht erfüllt waren.

Überwachung, Spielerschutz und Integrität

Die Aufsichtstätigkeit umfasste 15 umfassende Compliance Audits und 109 thematische Prüfungen. Diese deckten unter anderem regulatorische Anforderungen, Spielerschutz und die Integrität von Sportwetten ab.

Im Bereich Integrität erhielt die MGA zwischen Januar und Dezember 2025 insgesamt 280 Meldungen über verdächtige Wettaktivitäten von Lizenznehmern. Nach risikobasierter Filterung leitete die Behörde 192 Warnmeldungen an Betreiber weiter und beteiligte sich an 66 internationalen Untersuchungen. Zusätzlich bearbeitete sie 56 Informationsanfragen gemeinsam mit Strafverfolgungsbehörden, Sportverbänden, Integritätseinheiten und anderen Regulierungsstellen. Es fanden 85 Datenaustausche statt.

Von anderen Regulierungsbehörden gingen 66 Anfragen zur internationalen Zusammenarbeit ein, während die MGA selbst 12 entsprechende Anfragen stellte. Zudem beantwortete sie 58 offizielle Anfragen zum regulatorischen Status lizenzierter Betreiber. Auf nationaler Ebene kooperierte die Behörde bei 200 Informationsersuchen mit anderen Stellen.

Zum Schutz von Spielergeldern führte die MGA 14 Datenextraktionen durch und bearbeitete 1.757 Berichte zu Spielergeldern. Insgesamt wurden 3.718 Unterstützungsanfragen abgeschlossen, einschließlich aus dem Vorjahr übertragener Fälle.

Kontrollen vor Ort und Vorgehen gegen unautorisierte Angebote

Die Behörde führte 7.903 Inspektionen in stationären Glücksspielstätten durch. Dazu zählten Casinos, gewerbliche Bingo Hallen, kontrollierte Spielstätten, Annahmestellen der nationalen Lotterie sowie gemeinnützige Tombola Veranstaltungen.

Im Online Bereich überprüfte die MGA 109 URLs, um nicht autorisierte Glücksspielaktivitäten zu identifizieren. In 42 Fällen wurden betrügerische Verweise auf die Behörde oder deren Lizenznehmer festgestellt. Diese Seiten wurden in eine öffentlich zugängliche Liste aufgenommen.

Für Aktivitäten mit geringem Risiko erteilte die MGA 2.043 Genehmigungen für gemeinnützige Tombola Veranstaltungen, 22 Genehmigungen für gemeinnützige Lotterien sowie 118 Zertifikate für kommerzielle Kommunikationsspiele.

Unsere Einschätzung

Der Jahresbericht 2025 zeigt eine breite regulatorische Tätigkeit der Malta Gaming Authority über alle Aufsichtsbereiche hinweg. Die Kombination aus administrativen Strafen, Lizenzentscheidungen, umfangreichen Prüfungen und internationaler Zusammenarbeit verdeutlicht die operative Durchsetzung bestehender Vorgaben. Gleichzeitig dokumentieren die Zahlen zur Lizenzvergabe und zu Due Diligence Prüfungen die fortlaufende Marktaufsicht sowohl im Online als auch im landbasierten Glücksspielsektor unter maltesischer Lizenz.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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