Bitcoin-ETFs verzeichnen 1 Mrd. US-Dollar Zuflüsse

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Bitcoin-ETFs verzeichnen 1 Milliarde US-Dollar Nettozuflüsse – Trendwende nach mehrwöchigen Abflüssen

Das Wichtigste in Kürze

  • US-notierte Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten in drei Handelstagen Nettozuflüsse von rund 1,02 Milliarden US-Dollar.
  • Zuvor hatten die Fonds fünf Wochen in Folge Nettoabflüsse verzeichnet, zuletzt 2,82 Milliarden US-Dollar in zwei Wochen.
  • Seit dem Bitcoin-Rekordhoch Anfang Oktober summieren sich die ETF-Abflüsse auf etwa 6,5 Milliarden US-Dollar.
  • Parallel meldet das DeFi-Projekt Mutuum Finance mehr als 19.000 Token-Inhaber und ein bisheriges Finanzierungsvolumen von rund 20,6 Millionen US-Dollar.

Bitcoin-ETFs drehen nach fünf Wochen mit Abflüssen ins Plus

US-gelistete Spot-Bitcoin-ETFs haben zwischen Dienstag und Donnerstag Nettozuflüsse von insgesamt rund 1,02 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Das zeigen Daten von SoSoValue. Besonders stark fiel der Mittwoch aus, an dem die Fonds mehr als 506 Millionen US-Dollar anzogen.

Damit endete eine Phase von fünf aufeinanderfolgenden Wochen mit Nettoabflüssen. Allein in den letzten beiden Januarwochen waren 2,82 Milliarden US-Dollar aus den Produkten abgeflossen. Seit dem Bitcoin-Rekordhoch Anfang Oktober summieren sich die gesamten Abflüsse laut den vorliegenden Angaben auf rund 6,5 Milliarden US-Dollar.

Im Verhältnis zu den kumulierten Zuflüssen seit Januar 2024 in Höhe von etwa 55 Milliarden US-Dollar gilt dieser Wert als moderat. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch eine deutliche kurzfristige Trendwende bei den Kapitalströmen.

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Unterschiedliche Entwicklung bei einzelnen ETF-Anbietern

Den größten Anteil an den jüngsten Zuflüssen meldete der iShares Bitcoin Trust von BlackRock. Allein am Donnerstag flossen dem Fonds mehr als 275 Millionen US-Dollar zu.

Andere Produkte entwickelten sich uneinheitlich. Fidelitys FBTC sowie der ARKB von Ark 21Shares verzeichneten im gleichen Zeitraum Abflüsse. Diese wurden jedoch durch Zuflüsse bei weiteren Anbietern wie Bitwise mit dem Produkt BITB und Grayscale mit BTC ausgeglichen.

ETF-Zuflüsse und -Abflüsse gelten als Indikator für institutionelles Interesse, da diese Produkte vor allem professionellen und regulierten Marktteilnehmern einen Zugang zu Bitcoin ermöglichen. Die jüngste Entwicklung deutet auf eine wieder steigende Nachfrage nach der vorangegangenen Kurskorrektur hin.

Mutuum Finance meldet steigende Nutzerzahlen und Testnet-Phase

Parallel zu den Entwicklungen bei den Bitcoin-ETFs berichtet das DeFi-Projekt Mutuum Finance über wachsende Beteiligung. Nach Projektangaben halten inzwischen mehr als 19.000 Investoren den nativen Token MUTM. Der Token wird aktuell mit 0,04 US-Dollar angegeben.

Das auf Ethereum basierende Protokoll dient als dezentrales System für Kreditvergabe und Kreditaufnahme. Nutzer können Kryptowährungen als Sicherheit hinterlegen, um andere Vermögenswerte zu leihen, ohne ihre Bestände verkaufen zu müssen. Beispielsweise lässt sich ETH als Sicherheit hinterlegen, um im Gegenzug USDT zu leihen.

Kreditgeber stellen Vermögenswerte wie USDT oder WBTC in Liquiditätspools bereit und erhalten Zinsen, die sich nach der Auslastung der jeweiligen Pools richten. Die Zinssätze werden algorithmisch auf Basis von Angebot und Nachfrage berechnet.

Struktur mit zwei Marktmodellen und mtTokens

Mutuum Finance kombiniert zwei Marktmodelle. Im sogenannten Peer-to-Contract-Modell greifen Nutzer auf gemeinsame Liquiditätspools zu, um etablierte Assets wie ETH oder USDT zu verleihen oder zu leihen.

Im Peer-to-Peer-Modell können zwei Parteien individuelle Kreditvereinbarungen mit flexiblen Konditionen abschließen. Dieses Modell ist auch für volatilere Token wie PEPE oder DOGE vorgesehen.

Bei einer Einzahlung in das Protokoll werden sogenannte mtTokens im Verhältnis 1:1 geprägt. Diese Token repräsentieren den Anteil des Nutzers am jeweiligen Liquiditätspool und akkumulieren Erträge über die Zeit. Zusätzlich können mtToken-Inhaber ihre Token im Sicherheitsmodul des Protokolls staken.

Laut Projektmodell wird ein Teil der generierten Gebühren verwendet, um MUTM-Token am Markt zu erwerben und an berechtigte Staker auszuschütten.

Testnet-Betrieb und Pläne für eine besicherte Stablecoin

Die aktuelle Version V1 läuft im Sepolia-Testnetz von Ethereum. Dort sind unter anderem Liquiditätspools, Schuldtokens zur Abbildung von geliehenem Kapital und Zinsen, ein Risikobewertungssystem sowie ein automatisierter Liquidationsmechanismus integriert.

Nutzer können im Testnetz bereits die Funktionen zur Kreditvergabe und -aufnahme testen, mtTokens erzeugen, Zinsen simulieren und das Staking-Modul beobachten.

Im Whitepaper beschreibt das Projekt zudem die geplante Einführung einer überbesicherten Stablecoin. Diese soll auf im Protokoll hinterlegten Sicherheiten basieren. Die Ausgabe würde erfolgen, wenn Nutzer Sicherheiten oberhalb eines festgelegten Verhältnisses hinterlegen. Der Wert der Stablecoin soll laut Dokumentation algorithmisch an den US-Dollar angelehnt werden und als dezentrales Token auf Ethereum operieren.

Nach Angaben des Projekts wurden bislang rund 20,6 Millionen US-Dollar eingesammelt. Ein Start im Mainnet ist perspektivisch vorgesehen, ein konkretes Datum wird nicht genannt.

Unsere Einschätzung

Die jüngsten Nettozuflüsse von rund 1 Milliarde US-Dollar in US-Spot-Bitcoin-ETFs markieren eine klare Unterbrechung der vorherigen Abflussphase. Für Marktbeobachter liefern diese Kapitalbewegungen einen messbaren Hinweis auf verändertes institutionelles Interesse.

Gleichzeitig zeigt das Beispiel Mutuum Finance, dass auch im DeFi-Sektor weiterhin Kapital eingesammelt und Produkte in der Testphase weiterentwickelt werden. Die gemeldeten Nutzerzahlen, das Finanzierungsvolumen und der laufende Testnet-Betrieb dokumentieren den aktuellen Projektstand. Beide Entwicklungen betreffen unterschiedliche Marktsegmente, verdeutlichen jedoch, dass sowohl regulierte Anlageprodukte als auch dezentrale Protokolle weiterhin Kapital und Aufmerksamkeit anziehen.

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Über den Autor

Janina Frei

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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