Philippinen verschärfen AML-Regeln für Casinos und Hochrisiko-Branchen

Philippinische Flagge im Hintergrund, davor stilisierte Casinos mit Geldscheinen und Warnsymbolen vor dunklem Hintergrund

Philippinen verschärfen Geldwäsche-Regeln – stärkere Kontrolle von Casinos und Hochrisiko-Branchen

Das Wichtigste in Kürze

  • Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat am 12. Februar eine verstärkte Zusammenarbeit staatlicher Behörden mit dem Anti Money Laundering Council angeordnet.
  • Casinos, Immobiliengeschäfte sowie Import-Export-Unternehmen gelten als besonders risikobehaftete Branchen.
  • Die philippinische Nationalpolizei will ihre Ermittlungsbefugnisse enger mit den AMLC-Operationen verzahnen.
  • Spezialisierte Einheiten werden in Finanzermittlungen und Analyse neuer Kriminalitätsmuster geschult.
  • Die internationale Kooperation zur Verfolgung grenzüberschreitender Geldflüsse soll ausgeweitet werden.

Präsidialerlass verpflichtet Behörden zu engerer AML-Zusammenarbeit

Am 12. Februar hat Präsident Ferdinand Marcos Jr. eine Richtlinie erlassen, die eine intensivere Abstimmung zwischen Strafverfolgungsbehörden und dem Anti Money Laundering Council, kurz AMLC, vorsieht. Ziel ist es, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung effektiver zu bekämpfen.

Im Mittelpunkt steht eine engere operative Zusammenarbeit. Ermittlungsressourcen verschiedener Behörden sollen gebündelt und mit den Analyse- und Informationskapazitäten des AMLC verknüpft werden. Die Maßnahme richtet sich ausdrücklich gegen organisierte Kriminalität und Syndikate, die unter anderem in den Bereichen illegale Drogen, Schmuggel und Cyberkriminalität aktiv sind.

Die neue Anweisung verpflichtet staatliche Stellen dazu, ihre Ermittlungsinstrumente stärker zu koordinieren. Damit wird die Rolle des AMLC als zentrale Stelle für die Auswertung verdächtiger Finanzströme gestärkt.

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Philippinische Nationalpolizei sagt volle Unterstützung zu

Die Führung der philippinischen Nationalpolizei hat ihre Unterstützung für die präsidiale Direktive öffentlich bestätigt. General Jose Melencio Nartatez erklärte, die Polizei sei bereit, ihre Ermittlungsbefugnisse mit den AMLC-Operationen zu integrieren.

Konkret bedeutet das, dass polizeiliche Untersuchungen und finanzielle Analysen enger verzahnt werden sollen. Die Polizei will ihre Kompetenzen einsetzen, um organisierte Gruppen zu verfolgen, die in Geldwäsche-relevante Straftaten involviert sind. Dazu zählen laut den Behörden insbesondere Aktivitäten im Zusammenhang mit illegalen Drogen, Schmuggel sowie Cyberkriminalität.

Durch die Kombination von Ermittlungsarbeit und Finanzintelligenz soll die Identifizierung und Verfolgung verdächtiger Geldflüsse beschleunigt werden. Die Zusammenarbeit betrifft sowohl nationale Ermittlungen als auch Fälle mit internationalem Bezug.

Casinos und weitere Branchen im Fokus der Überwachung

Die Behörden haben mehrere Wirtschaftszweige als besonders anfällig für Missbrauch eingestuft. Dazu gehören Casinos, der Immobiliensektor sowie Import-Export-Unternehmen.

Diese Bereiche stehen künftig unter verstärkter Beobachtung, wenn es um finanzielle Transaktionen und mögliche Geldwäsche-Risiken geht. Die Überwachung von Finanzströmen soll ausgeweitet werden, insbesondere wenn Anhaltspunkte für organisierte Kriminalität oder grenzüberschreitende Geldbewegungen bestehen.

Für den Casino-Sektor bedeutet das eine intensivere Kontrolle potenziell verdächtiger Transaktionen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Finanzflüsse, die mit strafbaren Handlungen in Verbindung stehen könnten, frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.

Auch Unternehmen im Immobilien- sowie im Import-Export-Bereich müssen mit einer genaueren Prüfung rechnen. Diese Branchen gelten nach Einschätzung der Behörden als anfällig für die Verschleierung illegaler Gelder, insbesondere wenn komplexe oder internationale Transaktionsstrukturen genutzt werden.

Ausbau der internationalen Kooperation zur Verfolgung von Geldflüssen

Neben der nationalen Koordination setzt die Regierung auf eine stärkere internationale Zusammenarbeit. Die Behörden wollen enger mit ausländischen Strafverfolgungspartnern kooperieren, um Geldbewegungen über Landesgrenzen hinweg nachverfolgen zu können.

Im Fokus stehen dabei Finanztransaktionen, die internationale Verbindungen aufweisen. Durch den Austausch von Informationen mit ausländischen Stellen sollen verdächtige Strukturen schneller erkannt und unterbunden werden.

Die Ausweitung der internationalen Kooperation ist Teil der Gesamtstrategie, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung systematisch einzudämmen. Grenzüberschreitende Finanzflüsse gelten als besonders herausfordernd, da sie unterschiedliche Rechtsräume und Aufsichtsstrukturen betreffen.

Spezialisierte Einheiten erhalten Schulungen in Finanzforensik

Parallel zur strukturellen Neuordnung laufen Schulungsprogramme für spezialisierte Polizeieinheiten. Betroffen sind unter anderem die Anti Cybercrime Group sowie die Criminal Investigation and Detection Group.

Die Trainings konzentrieren sich auf Methoden der Finanzermittlung und auf die Analyse sich wandelnder Kriminalitätsmuster. Ziel ist es, Ermittlerinnen und Ermittler in die Lage zu versetzen, komplexe Finanzstrukturen besser zu verstehen und digitale sowie klassische Geldflüsse systematisch auszuwerten.

Die Behörden reagieren damit auf sich verändernde Formen organisierter Kriminalität, die zunehmend technologische Mittel nutzen. Durch die Kombination aus technischer Expertise und Finanzforensik soll die Effizienz der Strafverfolgung gesteigert werden.

Unsere Einschätzung

Die philippinische Regierung intensiviert die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durch eine engere Verzahnung von Strafverfolgung und Finanzaufsicht. Besonders im Fokus stehen Casinos, Immobiliengeschäfte und Import-Export-Unternehmen, die als risikobehaftete Branchen gelten. Die Kombination aus nationaler Koordination, internationaler Zusammenarbeit und gezielten Schulungen spezialisierter Einheiten zeigt, dass die Behörden ihre Kontrollmechanismen strukturell ausbauen und operative Ressourcen bündeln.

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Über den Autor Janina Frei Reporterin für Schweizer Casinonachrichten
Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.
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