Solana aktiviert Alpenglow-Update für schnellere Transaktionsfinalität
Solana aktiviert Alpenglow-Update – Netzwerk strebt Transaktionsfinalität von 150 Millisekunden an
Das Wichtigste in Kürze
- Die Solana Foundation hat am 21. Oktober den Aktivierungsschalter für das neue Alpenglow-Update im Mainnet umgelegt.
- Die Dauer bis zur endgültigen Transaktionsabwicklung soll sich durch das Update von 12,8 Sekunden auf rund 0,15 Sekunden verkürzen.
- Das Netzwerk wird künftig die Abstimmungen der Validatoren nicht mehr in die reguläre Transaktionszählung aufnehmen, was die berichteten Gesamtzahlen verringern wird.
- Der Token SOL handelt nach einem Rücksetzer von 124 US-Dollar aktuell bei etwa 106,85 US-Dollar und testet einen Widerstand im Bereich von $108-$109.
Solana Foundation startet die Mainnet-Aktivierung für das Alpenglow-Update
Die verantwortliche Solana Foundation hat am 21. Oktober den offiziellen Aktivierungsprozess für das sogenannte Alpenglow-Update eingeleitet. Der Aktivierungsschalter für das Mainnet ist laut den Angaben der Stiftung nun aktiv. Dieser Vorgang markiert den Beginn einer tiefgreifenden technischen Umstrukturierung innerhalb des Blockchain-Netzwerks.
Im Kern führt die Aktualisierung eine neue Methode ein, mit der die beteiligten Computer im Netzwerk eine Übereinkunft erzielen. Die Einigung der Rechner ist notwendig, um zu bestätigen, dass durchgeführte Transaktionen endgültig sind. Für die Nutzer der Blockchain zielt diese Neuerung primär darauf ab, die Wartezeiten bis zur tatsächlichen Abwicklung einer Zahlung drastisch zu reduzieren.
Bisher benötigte das alte System etwa 12,8 Sekunden, um diesen Status der Endgültigkeit zu erreichen. Das Alpenglow-Update verfolgt nun das Ziel, diese Dauer auf rund 150 Millisekunden beziehungsweise 0,15 Sekunden zu senken. Die Solana Foundation weist darauf hin, dass diese Zielgröße auf den Resultaten vorheriger Tests basiert. Die tatsächliche Leistung wird im realen Betrieb stark von den jeweils vorherrschenden Netzwerkbedingungen abhängen.
Unterschied zwischen Anzeige im Wallet und endgültiger Abwicklung
Die reine Sichtbarkeit einer Transaktion in der eigenen Wallet-Anwendung bedeutet nicht automatisch, dass diese auch vollständig abgeschlossen ist. Der Begriff der sogenannten Finalität beschreibt in diesem Zusammenhang einen spezifischen Zustand der Blockchain. Das Netzwerk betrachtet eine Transaktion erst dann als endgültig, wenn sie vollständig abgewickelt wurde und unter keinen Umständen mehr rückgängig gemacht werden kann.
Das Alpenglow-Update greift genau an diesem Punkt an, um die Spanne zwischen der Initiierung durch den Nutzer und der unveränderlichen Speicherung im Netzwerk zu minimieren. Die Umstellung der Systeme erfolgt dabei nicht abrupt. Das bisher genutzte Verfahren wird noch für eine gewisse Zeit parallel weiterlaufen. Erst im Anschluss daran übernimmt der neue Prozess die vollständige Kontrolle über die Abwicklung.
Neue Zählung der Validatoren-Abstimmungen verändert Netzwerkstatistiken
Eine weitere signifikante Änderung betrifft die Art und Weise, wie das Netzwerk seine Aktivitäten aufzeichnet. Die kontinuierlichen Abstimmungen der Validatoren werden künftig nicht mehr als eigenständige Transaktionen gewertet und in den Blöcken gespeichert. Bisher trugen diese systeminternen Vorgänge maßgeblich zur Gesamtzahl der gemeldeten Transaktionen bei.
Diese technische Anpassung hat direkte Auswirkungen auf die öffentlichen Statistiken der Blockchain. Die berichtete Gesamtzahl der Transaktionen auf Solana könnte in der Folge spürbar sinken. Ein solcher Rückgang der gemeldeten Zahlen bedeutet in diesem Fall jedoch nicht, dass die tatsächliche Aktivität der regulären Nutzer abgenommen hat. Die Metriken spiegeln nach der Umstellung lediglich ein verändertes Zählverfahren wider, das systeminterne Abstimmungen ausklammert.
Der Solana-Kurs testet nach einem starken Kursrückgang neue Widerstandsmarken
Parallel zu den technischen Entwicklungen verzeichnet der native Token SOL leichte Marktbewegungen. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung handelte die Kryptowährung im Preisbereich von rund 106,85 US-Dollar. Dies entsprach einem marginalen Wertzuwachs von 0,39 Prozent. Zuvor hatte der Coin eine deutliche Korrektur durchlaufen.
Der Preis war von einem Niveau bei 124 US-Dollar abgefallen und fand in der Spanne zwischen $100-$102 einen vorläufigen Boden. Auf diesem Level traten wieder vermehrt Käufer in den Markt ein. Die aktuelle Preisfindung zeigt zwar eine Rückkehr der Käufer, die Preise spiegeln die Auswirkungen dieses Kaufinteresses jedoch noch nicht in voller Gänze wider.
Die nächste Hürde für eine fortgesetzte Erholung liegt in der Preiszone von $108-$109. Ein erfolgreiches Überschreiten und Halten dieses Bereichs würde das Erholungsszenario deutlich stärken. Marktteilnehmer könnten in einem solchen Fall das Preisniveau um 112 US-Dollar als nächstes Ziel anvisieren. Sollte der Versuch eines Ausbruchs nach oben scheitern, fungiert die Zone von $100-$102 weiterhin als die jüngste Unterstützungslinie, an der die Käufer zuvor aktiv wurden.
Unsere Einschätzung
Das Alpenglow-Update leitet eine wesentliche Veränderung der Konsensmechanismen im Solana-Netzwerk ein. Die angestrebte Verkürzung der Finalität auf 150 Millisekunden optimiert den Abschluss von Zahlungen im Vergleich zum bisherigen Wert von 12,8 Sekunden deutlich. Die gleichzeitige Herausnahme der Validatoren-Abstimmungen aus der Transaktionszählung wird künftig eine differenzierte Betrachtung der Netzwerkaktivität erfordern, da die reinen Transaktionszahlen ohne einen Rückgang der echten Nutzeraktivität sinken dürften. Die Preisentwicklung des SOL-Tokens ist derweil an klare technische Niveaus gebunden, wobei das Verhalten im Bereich von $108-$109 maßgeblich für die kurzfristige Erholung ist.
Wir haben uns strikte redaktionelle Richtlinien auferlegt und erklären unsere Testmethoden offen und verständlich. Außerdem kommunizieren wir transparent, wie unsere Arbeit finanziert wird. Diese Seite kann Trackings Links enthalten, was unsere objektive Sichtweise aber in keinster Weise beeinflusst.