Rekordhandel bei Optionen auf BlackRocks Bitcoin ETF – Marktturbulenzen verstärken Kursrutsch

Mehrere Solarpaneele neben einem großen Batteriepack, darüber ein gelber Blitz auf blauem Hintergrund.

Das Wichtigste in Kürze

  • Während eines starken Kursrückgangs verzeichneten Optionen auf den BlackRock Bitcoin ETF IBIT ein Rekordvolumen von 2,33 Millionen Kontrakten.
  • Am selben Tag fielen rund 900 Millionen US-Dollar an Optionsprämien an, der höchste Tageswert seit Einführung der IBIT-Optionen.
  • Der ETF verlor zeitweise 13 Prozent und erreichte den niedrigsten Stand seit Oktober 2024.
  • Marktteilnehmer diskutieren, ob die hohen Umsätze auf eine Hedgefonds-Liquidation oder auf breiten Marktdruck zurückzuführen sind.

Rekordaktivität bei IBIT-Optionen während des Kurssturzes

Der starke Rückgang des Bitcoin-Kurses löste am Donnerstag eine außergewöhnlich hohe Handelsaktivität bei Optionen auf den BlackRock Spot Bitcoin ETF IBIT aus. Laut CoinDesk wurden an einem einzigen Tag 2,33 Millionen Optionskontrakte gehandelt. Damit erreichte das Segment einen neuen Höchststand, begleitet von Optionsprämien in Höhe von rund 900 Millionen US-Dollar.

Parallel dazu fiel der Kurs des ETFs um 13 Prozent und markierte den tiefsten Stand seit Oktober 2024. Auffällig war, dass Put-Optionen die Call-Optionen leicht übertrafen. Dies deutet auf eine erhöhte Nachfrage nach Absicherung gegen weiter fallende Kurse hin, ein typisches Muster in Phasen starker Marktbewegungen.

Wie Optionshandel die Marktbewegungen verstärkt

Optionen sind derivative Finanzinstrumente, die das Recht einräumen, einen Vermögenswert zu einem festgelegten Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen. Bei IBIT ermöglichen Call-Optionen eine gehebelte Position auf steigende Kurse, während Put-Optionen vor Kursverlusten schützen.

Die am Donnerstag gezahlten Prämien von insgesamt 900 Millionen US-Dollar stellen einen außergewöhnlichen Wert dar. CoinDesk weist darauf hin, dass diese Summe in ihrer Größenordnung mit der Marktkapitalisierung mehrerer kleinerer Kryptowährungen vergleichbar ist. Die Daten zeigen, dass der Optionsmarkt rund um IBIT inzwischen groß genug ist, um die Dynamik im weiteren Kryptomarkt spürbar zu beeinflussen.

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Theorie einer Hedgefonds-Liquidation sorgt für Diskussionen

Ein Teil der Marktbeobachter führt die ungewöhnlich hohen Umsätze auf die Liquidation eines oder mehrerer stark gehebelter Hedgefonds zurück. Der Analyst Parker argumentierte auf der Plattform X, dass ein Fonds mit nahezu vollständigem Engagement in IBIT während des Kursrückgangs unter massiven Margin Calls stand.

Laut dieser Darstellung hatte der Fonds zuvor günstig bewertete Call-Optionen weit über dem aktuellen Kursniveau erworben und diese Positionen teilweise mit geliehenem Kapital finanziert. Als der ETF weiter fiel, verloren diese Optionen stark an Wert. In der Folge hätten Broker zusätzliche Sicherheiten verlangt, die nicht bereitgestellt werden konnten. Dies habe zu umfangreichen Verkäufen von IBIT-Anteilen geführt und das Handelsvolumen am Spotmarkt auf rund 10 Milliarden US-Dollar ansteigen lassen.

Auch Shreyas Chari, Director of Trading bei Monarq Asset Management, verwies auf systematische Verkäufe, die mit Margin Calls in Zusammenhang gestanden haben könnten. In internen Chats sprach er von Gerüchten über Akteure, die aufgrund von Optionspositionen gezwungen waren, den zugrunde liegenden ETF aggressiv zu verkaufen.

Alternative Erklärung sieht breiten Marktdruck

Nicht alle Marktteilnehmer teilen die These eines einzelnen Hedgefonds-Zusammenbruchs. Tony Stewart, Gründer von Pelion Capital und Optionsspezialist, widersprach der Interpretation ebenfalls auf X. Unter Berufung auf Daten von Amberdata erklärte er, dass etwa 150 Millionen US-Dollar der gezahlten Prämien auf das Zurückkaufen zuvor verkaufter Put-Optionen entfielen.

Diese Rückkäufe seien notwendig geworden, weil Verkäufer von Put-Optionen bei fallenden Kursen hohe Verluste erlitten hätten. Der verbleibende Teil der Prämien setze sich laut Stewart überwiegend aus zahlreichen kleineren Transaktionen zusammen, wie sie an besonders volatilen Handelstagen üblich seien. Aus Sicht des Optionsmarktes lasse sich daher kein eindeutiger Beleg für eine einzelne, marktbewegende Liquidation ableiten.

IBIT als zunehmend relevanter Faktor für den Kryptomarkt

Unabhängig von der Ursache zeigt das Ereignis, dass der Optionshandel rund um den BlackRock Bitcoin ETF inzwischen eine neue Bedeutung erreicht hat. Der ETF selbst hat seit seiner Einführung erhebliche Mittelzuflüsse verzeichnet und gilt als wichtiges Instrument für Investoren, die regulierten Zugang zu Bitcoin suchen.

CoinDesk hebt hervor, dass Marktbeobachter bislang vor allem die Zu- und Abflüsse in den ETF als Stimmungsindikator genutzt haben. Die jüngsten Daten legen nahe, dass künftig auch die Entwicklung der IBIT-Optionen stärker beobachtet werden dürfte, da sie in Phasen hoher Volatilität eine eigenständige Wirkung entfalten können.

Unsere Einschätzung

Die Rekordumsätze bei IBIT-Optionen fielen zeitlich mit einem deutlichen Kursrückgang des ETFs zusammen und unterstreichen die wachsende Rolle des Derivatemarkts im Bitcoin-Umfeld. Während einzelne Marktteilnehmer eine Hedgefonds-Liquidation als Auslöser sehen, deuten andere Daten auf breit angelegte Absicherungs- und Risikomanagementmaßnahmen hin. Fest steht, dass Optionen auf den BlackRock Bitcoin ETF inzwischen ein relevantes Marktsegment darstellen, dessen Entwicklung für das Verständnis künftiger Kursbewegungen an Bedeutung gewinnt.

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Erstellt von

Ich bin in der Schweiz geboren und lebe seit 2015 in Spanien. Das hält mich aber nicht davon ab, iGaming-bezogene Nachrichtenartikel für den deutschsprachigen Raum zu schreiben. 2024 begann ich für Kryptocasinos.com zu arbeiten und habe sowohl den deutschen, als auch für den österreichischen und schweizer Markt im Blick.

Letztes Update: 7. Februar 2026

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