Bitcoin erholt sich nach massivem Abverkauf am Wochenende und testet zentrale Kursmarken
Bitcoin und große Kryptowährungen erholen sich nach starkem Wochenendverkauf - Markt bleibt an kritischem Wendepunkt
Das Wichtigste in Kürze
- Bitcoin fiel am Wochenende zeitweise unter 75.000 US-Dollar und erholte sich anschließend bis knapp unter 79.000 US-Dollar.
- Der Kursrutsch löste Milliarden an Liquidationen in Krypto-Derivatemärkten aus.
- Ether stieg über 2.340 US-Dollar, mehrere große Altcoins legten innerhalb von 24 Stunden um 3 bis 6 Prozent zu.
- Analysten sehen Bitcoin nahe wichtiger Unterstützungszonen um die Tiefstände vom April 2025.
- US-Regulierungsunsicherheit und eine restriktivere Erwartung an die Geldpolitik belasten weiterhin den Markt.
Starke Gegenbewegung nach massiven Liquidationen
Nach einem deutlichen Abverkauf am Wochenende haben sich Bitcoin und andere große Kryptowährungen innerhalb von 24 Stunden spürbar erholt. Laut Marktdaten notierte Bitcoin während der asiatischen Handelszeit wieder knapp unter 79.000 US-Dollar. Zuvor war der Kurs bis in den Bereich von 74.000 US-Dollar gefallen und hatte damit ein Mehrmonatstief erreicht.
Der abrupte Preisrückgang führte zu umfangreichen Zwangsliquidationen im Derivatehandel. Besonders Long-Positionen wurden in einem Umfeld geringer Liquidität geschlossen. Diese Verkaufswelle prägte das Marktgeschehen über das gesamte Wochenende hinweg und setzte große Teile des Marktes unter Druck.
Breite Erholung bei großen Kryptowährungen
Nicht nur Bitcoin zeigte eine Gegenbewegung. Ether stieg wieder über die Marke von 2.340 US-Dollar. Auch andere große Token wie Solana, BNB, XRP und Cardano verzeichneten innerhalb eines Tages Kursgewinne zwischen 3 und 6 Prozent. Trotz dieser Erholung bleiben viele der größten Kryptowährungen auf Wochensicht deutlich im Minus. Teilweise summieren sich die Verluste der vergangenen sieben Tage auf bis zu 20 Prozent.
Die jüngste Bewegung wird daher nicht als Trendwechsel bewertet, sondern als technische Erholung nach einem starken Abverkauf. Der Markt bleibt insgesamt angespannt, da wichtige Unterstützungszonen erst kürzlich getestet oder kurzzeitig unterschritten wurden.
Analysten verweisen auf abgeschlossene Abwärtsphase
Analysten von CF Benchmarks ordnen den Kursrutsch in einen längerfristigen Zusammenhang ein. Demnach könnte die jüngste Verkaufswelle das Ende einer bärischen Phase markieren, die mit einem Entschuldungsereignis im Oktober 2025 begonnen hatte. Nach dieser Einschätzung habe Bitcoin mit dem Rücksetzer am Wochenende die Tiefstände vom April 2025 erneut erreicht und kurzzeitig unterschritten.
Diese Marke gilt als technisch relevant, da sie zuvor als Unterstützungszone fungierte. Das kurzfristige Unterschreiten habe laut CF Benchmarks umfangreiche Liquidationen ausgelöst, die den Verkaufsdruck zusätzlich verstärkten. Nach Ansicht der Analysten befindet sich Bitcoin nun an einem klar definierten Wendepunkt.
Regulatorische Unsicherheit und Geldpolitik als Belastungsfaktoren
Der Rückgang der Bitcoin-Preise wird weiterhin mit externen Faktoren in Verbindung gebracht. Genannt werden insbesondere Unsicherheiten rund um die Regulierung des Kryptomarkts in den USA. Laut den Analysten tragen festgefahrene Gesetzgebungsverfahren zur Marktstruktur von Kryptowährungen zur Zurückhaltung vieler Marktteilnehmer bei.
Hinzu kommt eine restriktivere Neubewertung der US-Geldpolitik. Frühere Erwartungen an eine lockerere Ausrichtung der US-Notenbank werden zunehmend infrage gestellt. Diese Entwicklung wirkt sich auf risikobehaftete Anlageklassen aus und belastet auch den Kryptomarkt.
Unterschiedliche Signale aus anderen Anlageklassen
Während Kryptowährungen am Wochenende stark unter Druck standen, zeigten andere Märkte Anzeichen einer Stabilisierung. Asiatische Aktienmärkte erholten sich nach ihrem stärksten Rückgang seit mehr als zwei Monaten. Der MSCI Asia Pacific Index legte um 2,4 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Handelstag seit der Erholung im April.
Auch Edelmetalle wie Gold und Silber konnten zuletzt zulegen und trugen zu einer Verbesserung der allgemeinen Risikostimmung bei. Diese Entwicklung deutet laut Marktbeobachtern darauf hin, dass die Bewegungen bei Kryptowährungen nicht vollständig mit anderen Anlageklassen übereinstimmen.
Technische Schlüsselmarken rücken in den Fokus
Nach dem Test der April-Tiefs steht für Bitcoin nun die Frage im Raum, ob sich oberhalb dieser Zone eine stabile Nachfrage etablieren kann. Laut CF Benchmarks wäre dafür ein hohes Handelsvolumen auf der Käuferseite erforderlich. Ohne eine solche Bestätigung bleiben Abwärtsrisiken bestehen, insbesondere in Richtung weiterer Liquidationszonen unterhalb von 70.000 US-Dollar.
Der Markt beobachtet daher aufmerksam, ob die jüngste Erholung Bestand hat oder lediglich eine kurzfristige Reaktion auf den starken Abverkauf darstellt.
Unsere Einschätzung
Die jüngste Erholung von Bitcoin und anderen großen Kryptowährungen folgt auf einen stark liquidationsgetriebenen Abverkauf und bringt die Kurse zurück in die Nähe wichtiger technischer Marken. Gleichzeitig bleiben die grundlegenden Belastungsfaktoren bestehen, darunter regulatorische Unsicherheiten in den USA und eine restriktivere Erwartung an die Geldpolitik. Der Markt befindet sich damit an einem klar definierten Wendepunkt, an dem sich entscheidet, ob die Stabilisierung anhält oder neue Abwärtsbewegungen folgen.
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