Bitcoin fällt in Richtung 70.000 US-Dollar und zeigt klare Anzeichen eines Bärenmarkts
Bitcoin rutscht in Richtung 70.000 US-Dollar – On-Chain-Daten und schwache Nachfrage belasten den Markt
Das Wichtigste in Kürze
- Bitcoin bewegt sich Anfang Februar 2026 im Bereich der mittleren 70.000 US-Dollar und nähert sich einer wichtigen Unterstützungszone.
- On-Chain-Daten von CryptoQuant und Glassnode zeigen sinkende Nachfrage, geringe Marktteilnahme und eine angespannte Liquiditätslage.
- US-Spot-Bitcoin-ETFs haben von Nettozuflüssen zu Nettoabflüssen gewechselt.
- Der negative Coinbase-Premium-Index deutet auf anhaltend schwache Nachfrage aus den USA hin.
- Erwartungen unveränderter US-Leitzinsen im April begrenzen laut Prognosemärkten kurzfristige Liquiditätsimpulse.
Bitcoin-Kurs unter Druck zum Start des asiatischen Handels
Zum Beginn des asiatischen Handelstags am 5. Februar 2026 notiert Bitcoin im Bereich der mittleren 70.000 US-Dollar. Der Kurs bewegt sich damit deutlich unter früheren Höchstständen aus dem Oktober und zeigt laut mehreren On-Chain-Indikatoren Anzeichen eines ausgeprägten Abschwungs. Die Kursbewegung verläuft ohne starke Panikverkäufe, wird jedoch von fehlender Kaufdynamik begleitet.
Nach Angaben aus dem Marktumfeld bleiben kurzfristige Erholungsversuche begrenzt. Rücksetzer werden nicht nachhaltig aufgefangen, da die Nachfrage im Spotmarkt gering ist. Diese Entwicklung fällt zeitlich mit einer allgemein zurückhaltenden Stimmung an den globalen Aktienmärkten zusammen, insbesondere bei technologieorientierten Werten.
On-Chain-Daten signalisieren strukturelle Schwäche
Die aktuelle Einschätzung stützt sich unter anderem auf den wöchentlichen Bericht von CryptoQuant. Der dort veröffentlichte Bull Score Index liegt bei null. Laut der Analyse weist dies nicht auf eine bloße Korrektur nach vorherigen Kursgewinnen hin, sondern auf eine strukturelle Schwäche des Marktes. Die Zahl aktiver Käufer ist gesunken, während die verfügbare Liquidität abnimmt.
Glassnode-Daten bestätigen dieses Bild. Die Spot-Handelsvolumina bleiben niedrig, und Verkaufsdruck trifft nicht auf ausreichend Nachfrage. Entscheidend ist dabei weniger ein starker Abgabedruck als vielmehr das Ausbleiben neuer Marktteilnehmer. Die Marktaktivität ist insgesamt rückläufig, was die Fähigkeit des Marktes einschränkt, Kursrückgänge abzufedern.
Institutionelle Nachfrage dreht ins Negative
Ein zentraler Faktor ist die Entwicklung bei US-Spot-Bitcoin-ETFs. Diese Produkte waren im Vorjahreszeitraum noch Netto-Käufer. Inzwischen haben sie laut den vorliegenden Daten auf Nettoverkäufe umgestellt. Dadurch entsteht im Jahresvergleich eine erhebliche Nachfragelücke, die sich auf mehrere zehntausend Bitcoin beläuft.
Zusätzlich bleibt der Coinbase-Premium-Index seit Oktober negativ. Dieser Indikator misst die Preisabweichung zwischen US-Börsen und internationalen Handelsplätzen. Ein negativer Wert signalisiert, dass die Nachfrage aus den USA schwächer ist als anderswo. Historisch gingen längere Aufwärtsphasen bei Bitcoin mit einem positiven Premium und starker US-Nachfrage einher. Diese Unterstützung fehlt aktuell.
Liquidität verknappt sich auch im Stablecoin-Segment
Neben der direkten Bitcoin-Nachfrage zeigen sich auch bei Stablecoins Anzeichen einer Verlangsamung. Das Wachstum der USDT-Marktkapitalisierung ist laut CryptoQuant erstmals seit 2023 negativ. Stablecoins gelten als wichtige Quelle für Handelsliquidität und Risikobereitschaft im Kryptomarkt.
Parallel dazu ist das längerfristige scheinbare Nachfragewachstum deutlich zurückgegangen. Die Daten deuten darauf hin, dass nicht nur gehebelte Positionen abgebaut werden, sondern dass sich die allgemeine Marktteilnahme verringert. Technisch betrachtet notiert Bitcoin weiterhin unter seinem 365-Tage-Durchschnitt. On-Chain-Bewertungsmodelle verorten relevante Unterstützungsbereiche zwischen 70.000 und 60.000 US-Dollar.
Makroökonomische Rahmenbedingungen belasten Risikoanlagen
Auf makroökonomischer Ebene wird der Kryptomarkt von Erwartungen an die US-Geldpolitik beeinflusst. Prognosemärkte zeigen, dass Marktteilnehmer überwiegend von einer unveränderten Zinspolitik der US-Notenbank bei der Sitzung im April ausgehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juni wird nur moderat eingeschätzt.
Diese Erwartungshaltung begrenzt kurzfristige Liquiditätszuflüsse in risikobehaftete Anlageklassen. Bitcoin verhält sich in diesem Umfeld zunehmend wie ein technologieorientierter Risiko-Asset. Entsprechend reagieren auch andere Märkte sensibel. In Asien gerieten insbesondere Tech-Aktien unter Druck, während der japanische Nikkei 225 moderat nachgab.
Politische Signale verstärken Unsicherheit
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Geldpolitik durch politische Aussagen in den USA. Präsident Donald Trump äußerte sich kürzlich zur Rolle seines Fed-Kandidaten Kevin Warsh. In einem Interview erklärte Trump, ein Notenbankchef, der Zinserhöhungen anstrebe, hätte den Posten nicht erhalten. Diese Aussage relativiert frühere Erwartungen an eine uneingeschränkte Unabhängigkeit der US-Notenbank.
Für die asiatischen Märkte ergibt sich daraus kein unmittelbarer Schock, sondern ein Umfeld geringer Überzeugung. Kursbewegungen bleiben möglich, werden jedoch nicht von klaren makroökonomischen Impulsen getragen.
Unsere Einschätzung
Die vorliegenden Daten zeigen einen Kryptomarkt mit rückläufiger Beteiligung, schwacher Spot-Nachfrage und eingeschränkter Liquidität. Mehrere unabhängige On-Chain-Indikatoren weisen in dieselbe Richtung. Gleichzeitig fehlen kurzfristige geldpolitische Impulse, die das Risikoumfeld spürbar verändern könnten. In dieser Kombination bleibt Bitcoin nahe zentraler Unterstützungszonen, während die Marktaktivität gedämpft ist.
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